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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 555

4. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Detektei Umschau: Wir haben uns mit Ihrer Tochter Ramona nur unterhalten, Frau Gleibt ... Was Ramona zu uns sagte, wollte Ramona uns sagen. Wir haben sie nicht gezwungen, uns etwas zu erzählen.

Frau Sonja Gleibt: Und wenn schon. Bleiben Sie von Ramona weg. Das möchte Ramona im übrigen auch. Kehrt meine Tochter Ramona von ihrem Sanatoriumaufenthalt in vierzehn Tagen hierher in die Stadt zurück, möchte Ramonaniemanden von der Detektei Umschau vor ihrer Wohnungstüre sehen. Nicht wieder einen einzigen Mitarbeiter dieser Detektei. Sie läuten nicht mehr bei Ramona an der Türe, stehen nicht wieder bei Ramona vor dem Haus herum. Und Sie erlauben sich keine weiteren Anrufe auf Ramonas Telefon. Es wird keine weiteren Gespräche Ramonas mit der Detektei Umschau mehr geben. Ramona will niemanden von Ihnen mehr sehen. Haben Sie das klar und deutlich verstanden, Frau Datz?

Detektei Umschau: Natürlich habe ich deutlich verstanden, was Sie gesagt haben, Frau Gleibt. Wenn Ihre Tochter Ramona das wünscht, wird Ramona nicht wieder von uns aufgesucht. Wir halten uns von Ihrer Tochter fern.

Frau Sonja Gleibt: Das will ich schwer hoffen. Ramona hat davon gesprochen, daß die Damen von der Detektei Umschau während Ihren Besuchen bei ihr bei den Unterhaltungen immer ein Gesprächsaufzeichnungsgerät mitlaufen haben lassen. Daß jedes gesprochene Wort Ramonas aufgenommen wurde. Das bedeutet, Sie von der Detektei Umschau, Sie übermitteln die Tonaufnahmen einem Dritten. An diejenige Person, für die Sie arbeiten. An Ihren Auftrag- und Geldgeber, nicht wahr, für den Sie Nachforschungen anstellen? Ohne jemandem, der Sie dafür bezahlt, würden Sie einer Sache überhaupt nicht nachgehen.

Detektei Umschau: Stimmt schon. Wir sind eine Detektei. Wir haben einen Auftraggeber. Von dem werden wir bezahlt.

Frau Sonja Gleibt: Ramona möchte, daß Sie von der Detektei Umschau die Aufnahmen, die bei den Sitzungen mit Ramona gemacht haben, löschen. Aus dem Besitz der Detektei Umschau sollen sie verschwinden. Jemand Drittes soll nichts von dem übermittelt bekommen, was Ramona gesagt hat. Ich glaube, daß in dieser Angelegenheit unser Anwalt sicher tätig werden wird.

Detektei Umschau: Ramona, Ihre Tochter, hat sich aus eigenen Stücken mit uns Kontakt aufgenommen, Frau Gleibt. Ihre Tochter hat uns immer Stunden vorher Bescheid gegeben, wenn wir wieder zu ihr kommen sollten, um die Unterhaltung fortzuführen. Wir, wir von der Detektei Umschau, wir haben Ihre Tochter Ramona gefragt. Ihre Tochter Ramona hat uns die Erlaubnis dazu gegeben, das Diktiergerät mitlaufen zu lassen. Deshalb konnten wir die Mitschnitte überhaupt erst machen ...

 

 

 

 

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