"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 572
10. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: So als Vater, Herr Gleibt ... Ihre Tochter Ramona hat uns von ein paar Vorgängen erzählt, als Sie damals noch Gast auf dem Bauernhof der Familie Strauchinger waren. Nächtliche Geräusche; den Abdruck einer Leiter, die die Nacht an das Fensterbrett ihrer vierzehnjährigen Tochter Gaby angelehnt war, den Ramona gesehen hatte ... Gaby hatte also eine andere Beziehung zu dem Mann, 'Fransi', den Sie vorhin einen Penner genannt haben.
Herr Johann Gleibt: Also, ich hatte von nicht viel eine Ahnung. Aber Gaby war vierzehn und in der Pubertät. Da kommen schon mal Dinge vor. Obwohl Gaby eigentlich damals immer noch ein eher stilles, braves, verschlossenes Mädchen war. Stellte sich kurz vor Ende ihres Schuljahrs an, als ein Junge sie am Wandertag küssen wollte, echt wahr, die Schule wollte Gaby wechseln. Deshalb war es schon überraschend für mich, als ich nachts im Erdgeschoß bei den Strauchingers unten aufs Klo mußte. Da höre ich lautes Gestöhne, von oben, dort, wo meine Mädels ihre Zimmer hatten. Bin ich hoch. Ramona habe ich am Gang getroffen, im Nachtzeug. Bei Gaby drinnen war auch schwer was los. Stöhnen, Seufzen. Volle Pulle. Ekstase. Habe ich bei Gaby an die Tür geklopft. Gaby hat mir die Türe ziemlich schnell aufgemacht. War keiner bei Gaby im Zimmer zu entdecken. Zwar war bei Gaby das Fenster offen, waren die Vorhänge aufgezogen. Trotzdem - niemand bei Gaby drinnen. Müßte schon schnell übers Fensterbrett gehüpft sein, der Kerl. Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, ich hätte mich nicht lange von Gaby aufhalten lassen sollen, hätte an die Möglichkeit einer Leiter gedacht, wäre kurz mal ans Fenster getreten. Aber Gaby, die hatte ihr langes Nachthemd an. Gaby schniefte, meinte zu mir, sie hätte sich einen Spaß gemacht. So getan, als ob ... Als ob sie ... Habe ich schön mit Gaby mitgelacht, dann zu Gaby gemeint, sie soll sich das ja nicht noch mal erlauben. Was sollten die Strauchingers denken. War doch nicht möglich, das, bei ihr, Gaby; nicht zu glauben. Danach war ja auch nichts mehr dahingehend.
Detektei Umschau: Gaby hatte aber etwas mit dem Mann ... Etwas war zwischen Gaby und dem bereits zu dem Zeitpunkt im Wald geschehen, hat Ihre Tochter Ramona uns erzählt. Gaby war von ihm wie behext. Jede Gelegenheit soll Gaby genutzt haben, sich mit ihm zu treffen. Bei Gaby soll er drinnen im Zimmer gewesen sein. Gaby und er ... Nur, daß es nicht wieder so laut zuging ...
Herr Johann Gleibt: Ich habe davon leider nicht viel mitbekommen. Muß ich Ihnen wirklich gestehen. Mir gegenüber war Gaby wie immer. Hat für mich eigentlich auch nicht viel anders ausgesehen, Gaby. Na gut, ein bißchen bleich im Gesicht war Gaby, unausgeschlafen. Weiß nicht. Gaby war nicht DIE. Gaby war ja noch schüchterner als Sonja, meine Elfjährige. Sonja, die knutschte mit elf schon Jungs. Tat sich leichter damit, als Gaby mit vierzehn. Daß Gaby, nein ... Keine Idee.
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