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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 571

10. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Herr Johann Gleibt: Geld ist auch nur eine Währung. Soviel ich weiß, haben Sie mit Ramona Unterhaltungen geführt, wollten sich weiter mit Ramona unterhalten. Was meine Ex-Frau verhindert. Aber ich, ich bin jetzt bei Ihnen hier eingetroffen. Schauen wir mal, was ich so alles in der Vergangenheit mitgekriegt habe. Und als Dank, als Dank für meine Auskünfte - je nachdem, wie Sie das finden, was ich sage -, werfen Sie so nebenbei ein Auge auf das Treiben meiner Ex-Frau. Und sehen sich diesen Eberhardt an. Wenn der nicht Dreck am Stecken hat, dieser Eberhardt, weiß ich nicht. 

Detektei Umschau: Der Mann auf dem Phantombild hier, Herr Gleibt - kennen Sie die Person?

Herr Johann Gleibt: Natürlich kenne ich den. Das ist der, den meine Tochter Gaby 'Fransi' genannt hat. 'Fransi' hat Gaby den genannt.

Detektei Umschau: Wissen Sie, wie der Mann mit richtigem Namen heißt?

Herr Johann Gleibt: Woher denn? Nein. Keine Ahnung.

Detektei Umschau: Ihre Tochter Ramona hat uns erzählt, daß dieser 'Fransi' der Familie Gleibt das erste Mal im Geiersdorfer Wald begegnet ist. Als sich Ihre ganze Familie beim Pilzsuchen im Wald verlaufen hatte

Herr Johann Gleibt: Ja. Der Dreckskerl ist uns aus der Erde gekrochen. Einfach aus der Erde. Erst haben wir eine Hand gesehen, dann eine zweite. Horror hoch zehn. Da war aber eine Plastikplane. Samt Militärschlafsack und Plane hatte der sich in die Erde eingebuddelt. Hat uns reden gehört, und irgendwann fand er es an der Zeit, von unter der Erde herauszukriechen, uns alle zu erschrecken.

Detektei Umschau: Und vorher, vorher ist der Ihnen nie igendwo über den Weg gelaufen? Schließlich haben Sie jahrelang jedes Jahr auf dem Hof Strauchinger Ferien am Bauernhof gemacht. Vor allem in der Gegend von Geiersdorf hat sich dieser 'Fransen' herumgetrieben. War auf dem Tabert-Bauernhof als Hausmeister, Mädchen für alles angestellt.

Herr Johann Gleibt: Wüßte nicht, daß mir der bekannt vorgekommen wäre, als er so in Unterhose, Hemd aus seinem Schlafsack im Waldboden kroch. Habe ihn aber dann die Tage drauf tatsächlich das eine oder andere Mal in Geiersdorf herumlaufen sehen. Ab dem Moment im Wald kannte ich den ja. Jedesmal ist er mir sofort ins Auge gefallen. Hat mich sogar gegrüßt, diese eklige Pennertype. Trenchcoat, kackfarbene Hose, Strohhut. Heruntergekommen. Die Polizei hatte leider nicht viel mit dem gemacht, obwohl der Polizeiwagen noch im Verlauf des späteren Abends, nachdem er uns, meine Frau Soni, mich, meine Kinder, aus dem Wald herausgeführt hatte, vom Hof der Strauchingers auf das Gelände des Taberts-Hauses abgefahren war.

 

 

 

 

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