Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 62

7. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Bis vor zehn Minuten war Bettina hier im Zimmer bei mir oben.

 

 

Mensch, es ist alles dermaßen eine Annerverei momentan, daß ich langsam fast den Wunsch hab', mein Vater, der hätte vorhin um halb sechs rum seine Angelegenheiten mit mir geregelt, als er zu mir heraufgemacht hatte, mir ins Zimmer hereinkam.

Das, daß mein Vater mich bereits hochkant aus dem Haus geschmissen hätte.

Wäre das zumindest lange gelaufen.

 

 

Nur hab' ich kein Auto, mit dem ich schnell abfahren könnte.

Ohne Neuigkeiten von meinem Auto geht es nicht einfach wieder rauf in meine Studentenbude im Wohnheim.

Auf den Anruf aus der Automechanikerwerkstätte warte ich, seitdem ich am späten Vormittag heute heimgekommen bin.

Keine Ahnung, warum der Autowerkstatt-Chef mich nicht lange nachmittags wegen des Kostenvoranschlags verständigen hat können.

Ist er auswärts geblieben, wo er war, der Mann? Haben ihm seine Mechatroniker nichts mitgeteilt, keine genaue Aufstellung der Fahrzeugschäden vorgelegt ...?

 

 

 

Zurück zu Bettina, meinem älteren Schwesternherz.

Bettina war also bei mir in meinem alten Kinderzimmer drinnen. Auf meinem Bett festgegipst, die Frau.

Zuerst fragt Bettina mich nach meinem Studium. Wie's mit dem so bei mir läuft? Wie geht's mir sonst so, oben in der großen Stadt?

Dann ist Bettina langsam auf den Kern der Sache gekommen.

Genau wollte Bettina das aus meinem Mund von mir erfahren, wie es dazu kam, daß ich und Helen uns entlobt haben. Wie's nun kommt, daß Helen und ich nicht länger in den Stand der Ehe treten wollten.

 

 

Daß ich sie ruhig ertragen hab, sie, Bettinalein.

Bettina und Bettinas Annervertour.

Bettina mit ihren ekelhaften Versuchen, hinterlistige Fragen bei mir anzubringen. Als würd' ich überhaupt nicht begreifen können, worauf sie, Bettinalein, damit abzielte.

 

Nein, die Geschichte hab' ich Bettina unverdrossen wiederholt, die jetzt jeder kennt, Tagebuch.

Nichts anderes hab' ich zu Bettina gesagt, als das, was ich Mutti wiederholt und jetzt verschärft mitgeteilt hab'.

Gibt ja auch nichts sonst als das. Was ich irgendwem erzählen müßt'.

Oder?

 

 

 

 

62

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post