"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 61
7. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Ich, Tagebuch, so mit mir?
Weil der Fall sein könnte, daß da überhaupt keine ...
Weit und breit keine ...
Überlege und überlege, Tagebuch.
Manuela und ich ...
Sie, Manuela, und ich ...
Auf der einen Seite ist alles so - real.
Manuela und ich, wir unterhalten uns zum Beispiel auf der Parkbank im oberen Stadtpark miteinander.
Deutlich sehe ich Manuela neben mir.
Manuelas nackte Beine. Wohlgeformt, verheißungsvoll.
Manuela spricht und gestikuliert ...
Wenn ich möchte, den Hals weiter verdrehe, zu Manuela eine Etage tiefer blicke. Da schau' ich Manuela von droben rein ins schwarze Samtsackkleid, nicht nur auf den Ansatz von Manuelas Brüsten, tiefer ...
Andererseits, Tagebuch - ein Ding der Unmöglichkeit, das mit Manuela.
Nach dem, was ich heute weiß.
Seit ich weiß, daß Manuela ... Das sicher weiß, daß Manuela ...
Seitdem ist das irre!
Bin davon total verwirrt.
Voll wirr macht mich das.
Nicht verstehen kann ich es. Nicht begreifen. Das, daß Manuela mir ...
In der Gegenwart wären mir für Einbildungen sicher ein paar nähergestanden als ausgerechnet Manuela, Tagebuch.
*
Siebzehnter Juli, mein Tagebuch.
Halb zehn Uhr am Abend ist es bald.
Genaue Uhrzeit: 21:23.
O ja!
Den Vorfall, den muß ich ebenfalls textmäßig festhalten.
Möchte das mit Bettina in Dir nicht unerwähnt lassen, verehrtes Tagebuch.
Bettina, mein älteres Schwesterchen.
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