"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 639
4. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Haben Sie aber nicht gemacht.
Frau Uschke: Nein. Ich habe die Rothaarige gestützt, bin mit ihr in die Zwischenpassage, daß sie nicht mehr im Licht der Morgensonne war. Wirklich schnell ist sie in meinen Armen wieder kräftiger geworden. Wirklich sehr rasant, daß die sich erholt hat. Ich, die Rothaarige anschauend, perplex davon, wie die sich erholt: 'Wollen Sie wirklich nicht, daß ich den Notarzt rufe?' Die Rothaarige schaut komisch zu mir her, wehrt ab: 'Nein. Nein, danke. Es geht mir schon wieder besser. Das geht wirklich schnell. Danke, daß Sie mir geholfen haben. Vielen Dank. Von alleine hätte ich das nicht geschafft, mich vor der Morgensonne in Sicherheit zu bringen. Die Morgensonne ist viel schlimmer als die Nachmittags oder die Abendsonne. Die halte ich ein bißchen besser aus. Manchmal sogar stundenlang. Nur zu viel direktes Sonnenlicht am Morgen ...' Ich: 'Wo wollen Sie eigentlich jetzt hin? Ich stütze Sie gerne noch, helfe ich Ihnen ein bißchen weiter ... Oder soll ich Sie schon loslassen?' Die Rothaarige: 'Ah! Warten Sie noch. Geht zwar schon wieder. Aber, ich will's nicht übertreiben ... Ich wohne hier in diesem Haus. Im dritten Stock oben. Wenn Sie die Klingel drücken, wo Ettnach seitlich draufsteht. Bei Beate Ettnach.' Ich: 'Dort oben wohnen Sie? In der Wohngemeinschaft? Sind drei Studentinnen, nicht?' Die Rothaarige: 'Ja. Bei denen bin ich eingezogen.' Ich: 'Sie sind bei denen eingezogen? Weiß davon der Hausbesitzer? Oder sind Sie heute nur kurz über Nacht im Haus geblieben?' Die Rothaarige: 'Das kommt immer drauf an. Das mit dem Wohnen ist kompliziert. Ich schlafe öfter auch bei Frau Rebhaus im Nachbarhaus. Hier unmittelbar gegenüber. Aber zurzeit bin ich ziemlich fest bei Beate oben, Beate Ettnach ...' Ich: 'Ah - ja?' Die Rothaarige: 'Bei Angelika Rebhaus nebenan geht's mit dem Wohnen momentan nicht so gut. Wohne ich jetzt bei Beate, bin bei Beate eingezogen. Bei Fräulein Ettnach. Macht Beate nichts aus. Ich brauche wirklich nicht viel Platz ...' Ich: 'Ach ja. Denken Sie nicht, daß der Hausbesitzer Bescheid wissen müßte? Sie zahlen doch keine Miete, oder?' Die Rothaarige: 'Doch. Ich zahle ein bißchen Geld in die Gemeinschaftkasse bei Beate oben.' Ich: 'Dann ist ja gut, wenn Sie das bei Fräulein Ettnach tun. Wenn das aber der Hausbesitzer erfährt ...?' Die Rothaarige: 'Woher soll der denn was erfahren, ich bitte Sie. Los, helfen Sie mir hier zur Hausklingel. Läuten wir bei Beate oben. Ich muß schnell ins Bett. Es wird nach der Nacht allerhöchste Zeit für mich. Mann, hab ich heute ein Glück gehabt. Ohne Ihre Hilfe wäre ich in der Sonne liegengeblieben, Frau ...?' Ich: 'Uschke.'
Detektei Umschau: Der Hausbesitzer und der Wohnungsvermieter, das sind Sie, Frau Uschke. Das Aufnahmegerät läuft, und ich darf das doch erwähnen, daß eigentlich Ihnen das Gebäude gehört, nicht wahr?
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