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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 657

11. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Handfeste Beweise hätte ich keine in der Hand. Weder in den Angelegenheiten Herrn Hans-Georg Taberts noch denen des Herrn Drakonie Rupertus Wanks. Weil: Zeugen, die uns von der Detektei Umschau bekannt geworden waren, die eventuell mal aussagewillig sein hätten können, seien plötzlich ums Leben gekommen.

Ich selber, der Chef der Detektei Umschau, wäre froh, daß meinen im Dunstkreis von Herrn Hans-Georg Tabert nach Erkundigungen ausgehenden Leuten noch nichts Schlimmeres passiert wäre. Uns von der Detektei Umschau wäre schließlich bewußt, daß in diesem Wald genauso schnell gestorben werden konnte wie eine Katze miaute. Ein Menschenleben zählte hier nur etwas, wenn der, der lebte, zur vielköpfigen Tabert-Familie gehörte.

Bei Herrn Hans-Georg Tabert verhielt es sich ganz so wie mit einem Mafia-Paten. Die Familie Hans-Georg Taberts war sein Ein und Alles. Die konnte man als eine bestens funktionierende Firma betrachten, die kaum irgendwo undichte Stellen aufwies. Tief in die Mitte der hochanständigen Landbevölkerung eines ländlichen Bergdorfes hätte sie eingegraben, die Tabert-Familie. Von einem hochtechnisierten Großbauernhof mit autonomer Energieversorgung aus betrieb die Familie ihre Geschäfte. Die mit Drogenhandel, Prostitution und Geldwäsche zu tun hatten. Richtige Spinnennetze, die von dem kleinen, abgedunkelten Bergörtchen aus in alle Himmelsrichtungen tief in die Lande der Umgebung hinein ausgeworfen wären. Kaum je käme ein Mitglied der Tabert-Familie bei Ermittlungen polizeilicher Behörden irgendwo zum Vorschein, um auch nur für kurz befragt zu werden.

 

Mein Freund Robert Plenartz hatte allem, was ich ihm sagte, interessiert zugehört, die Dinge, die ich ihm hingeschoben habe, an sich genommen, sie sich in die Innentasche seines Jacketts geschoben. Robert sagte zu mir, daß er sich durchaus einmal darum kümmern könnte. Irgendwann würde ich vielleicht ihm, meinem alten Freund Robert, hören.

Dann haben Robert und ich uns über den nächsten Gang unseres Mahles hergemacht, weitergegessen.

 

Jetzt habe ich von meinem Freund Robert Plenartz gehört, Herr Doktor Weil-Esch. Robert hat dafür gesorgt, daß der Leiter der Soko Kondome mit uns, der Detektei Umschau, Kontakt aufgenommen hat.

Soko Kondome, ein mißverständlicher Name. Mit Sex hatte das bei Soko Kondome wirklich nichts zu tun.

Der Grund, daß die Soko Kondome gegründet worden war, war ein vierzehnjähriges Mädchen. Am Klo eines Schnellimbisses war die Vierzehnjährige aufgefunden worden. Tot und kilometerweit von daheim.

 

 

 

 

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