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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 672

16. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Montags, mittwochs und freitags, daß sich Frau Ramona Gleibt unmittelbar nach ihrer Tagestätigkeit im Bankhaus in ihrem Wagen unmittelbar zu Herrn Josef Hänsels Wohnhaus begab. Dienstags und donnerstag, das schien sich ab jenem Donnerstag neu zu ergeben, daß Frau Ramona Gleibt nach eineinhalbwöchiger Pause wieder abends zu 'Ein Leben e.V.' auf das Gelände fahren würde. Für zwei oder zweieinhalb Stunden Lebenshilfetraining, betreut von einem, zwei, drei Psychologen.

Ab Freitagnachmittag gab es für Frau Ramona Gleibt dann nichts anderes als sich bis Sonntag am späten Nachmittag für das ganze Wochenende bei Herrn Josef Hänsel aufzuhalten. Immer für Herrn Josef Hänsel dazusein, zu tun oder zu lassen, was Herrn Josef Hänsel einfiel, ohne Widerworte.

Das waren ungefähr die alltäglichen Verhältnisse, die wir bei Frau Ramona Gleibt feststellten. Natürlich nicht außer acht zu lassen, daß Frau Ramona Gleibt nach ihren Aufenthalten bei Herrn Josef Hänsel unter der Woche täglich in den Mandlinger Hof abreiste, wie die Zeit zuvor in das Hotel Bertha.

Spätestens um fünf Minuten nach Mitternacht war Frau Ramona Gleibt bei Herrn Josef Hänsel draußen. Sonntags war für Frau Ramona Gleibt immer um fünf Minuten nach sechzehn Uhr Schicht im Schacht bei Herrn Josef Hänsel. Dann befand Frau Ramona Gleibt sich nach der Autofahrt wieder im Hotel Bertha. In der Gegenwart der Mandlinger Hof. Frau Ramona Gleicht, um sich im Mandlinger Hof genausowenig irgendwelche Sachen zu erlauben wie früher im Hotel Bertha. Das heißt, Frau Ramona Gleibt verhielt sich auf ihrem Zimmer still, raschelte höchstens mit dem Gewand. Knapp, daß Frau Ramona Gleibt mal aufs Klo machte. Aber, so schien es Thomas, Regina, Agathe, nur, wenn Frau Ramona Gleibt wirklich nicht anders konnte.

Den Fernseher auf ihrem Zimmer nutzte Frau Ramona Gleibt nicht, nicht ihren Laptop. Frau Ramona Gleibt telefonierte nicht, schrieb niemandem Kurznachrichten. Nur wenn jemand Frau Ramona Gleibt antelefonierte, meldete Frau Ramona Gleibt sich sofort. Für ihre Mutter, Arbeitskolleginnen, Freundinnen, die mal wieder was von Mona hören wollten.

 

Thomas und Regina, Mitarbeiter der Detektei Umschau, beobachten die Dame und die beiden Herren von der Spurensicherung, die in Zivilkleidung - dunkelgraue Anzüge die Männer; bei der ältlichen Frau ein dicker, klobiger, grauer Rock der Marke Beamtenkostüm -, aus dem Wohngebäude herauskamen, das Herr Josef Hänsel bewohnte, um in die angesagte Mittagspause zu gehen. Ihr gemeinsames Fahrzeug hatten die drei polizeilichen Herrschaften unauffällig in der nächsten Seitenstraße geparkt. Eindeutig ein Dienstfahrzeug, Polizei.

 

 

 

 

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