"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 699
25. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Nur an den schwarzen Rock, wie ein Sack, zu den Füßen hinab offen, an den erinnere er, Krowoll, sich zu einhundert Prozent. Ihn habe er noch angesehen, als er den Sargdeckel dann wieder ganz normal auf den Holzsarg draufgetan hatte.
Auch bei Polizisten, mit denen Herr Augustin im Gasthaus zusammenhockte, waren sich erst alle total einig und sicher in ihren Erinnerungen an den Nachteinsatz auf dem Gnaden-Friedhof des Städtchens.
Bis Herr Augustin dann alles detailierter wissen wollte. Da stellten sich plötzlich nicht glaubliche Erinnerungslücken ein, wußte fast keiner mehr, ob er nun das Skelett der Verstorbenen gesehen hatte oder nicht.
Richtiger Streit, der zwischen den Polizeibeamten entbrannte.
Sicher war für die Herren am Schluß nur noch, daß diese Manuela Dombrowski, die heute seit ein paar Jahren tot war, in dem Sarg sein hätte müssen. Sonst wäre das heute für die Öffentlichkeit eine andere Geschichte. Wäre das Totenskelett nicht drinnen im Sarg gelegen, hätte wohl niemand der herbeigerufen Polizei gestattet, daß der Sarg geschlossen würde. Der Kaplan hätte nicht kurz eine Zeremonie abgehalten. Das Grab nicht zugeschüttet worden.
Hätten die skelettierten Überreste der Toten gefehlt, hätte man eine hinausführende Untersuchung anberaumen müssen, warum diese Tote nicht in ihrem Sarg lag.
Leichname konnten schließlich nicht so einfach aus Särgen verschwinden. War die Verstorbene verschwunden, war die Frage, ob sich die Tote beim Begräbnis überhaupt im Sarginnern befunden hatte. Dann mußte die Polizei Dinge klären, wurden Ermittlungen in alle möglichen Richtungen fällig.
Was sagen Sie, Herr Weil-Esch junior?
Jetzt will ich in meinem Schreiben Sie ansprechen: Was haben Sie im Sarg Manuela Dombrowskis gesehen? Was war Ihre Wahrnehmung?
Haben sie das Skelett der Toten ausgeleuchtet, nicht nur Kleidungsstücke?
Waren die sterblichen Überreste Manuela Dombrowskis nun im Sarg? Oder waren sie nicht im Sarg?
Worauf haben Sie geblickt, Sie, Herr Weil-Esch junior, gemeinsam mit Tim Herd, den Sie an Ihrer Seite hatten? Nachdem jetzt andernorts plötzlich Verunsicherung herrscht, schon eine Frage.
Übrigens, wir von der Detektei Umschau haben die Vertragsvereinbarungen zwischen der Detektei Umschau und Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch durch unseren Anwalt prüfen lassen.
Herr Doktor Gregorius Weil-Esch, hat der Detektei Umschau im März dieses Jahres für ein halbes Jahr im voraus überwiesen. Mitte März, um genau zu sein.
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