"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 709
29. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Herr Augustin: Sie sagen zu mir, das ist ein modisches Accessoire? Und ER? Die Gestalt im Trenchcoat. Immer einen Trenchcoat, den ER anhat. ER - läßt Frau Ramona Gleibt in Ruhe? Oder was spielt sich da ab?
Gustl Strauchinger: Mona feh-fehlt nichts. Mo-na i-ist frisch un-und munter.
Herr Augustin: Ach ja? Schön. Wenn Sie das sagen, wird's wohl stimmen. Was haben Sie vorhin gesagt - Sie lieben Frau Ramona Gleibt? Und, Frau Ramona Gleibt, sie erwidert Ihre Gefühle ...?
Gustl Strauchinger: Mona un-und ich möch-möchten hei-raten ... Ich erzähle hier keine Lügen.
Herr Augustin: Könnte gut sein. Dabei frage ich mich schon, wie Sie eigentlich ins Bild kommen, Herr Strauchinger. Ich meine, wir von der 'Detektei Umschau' hatten in den letzten Monaten immer ein Auge auf Frau Ramona Gleibt. Aber Sie, Sie sind uns dabei irgendwie entgangen. Von Ihnen, Herr Strauchinger, haben wir eigentlich nirgends viel gesehen. Im 'Hotel Bertha', in dem Frau Ramona Gleibt ein Zimmer hatte, nicht. Nicht im 'Mandlinger Hof'. Zu Herrn Josef Hänsel, ihrem verstorbenen Freund, ist Frau Ramona Gleibt abgefahren. Wo haben da eigentlich Sie sich mit Frau Ramona Gleibt getroffen?
Gustl Strauchinger: Ich war verschiedentlich wegen Problemen, die wir mit dem Hof haben, auf der Bank. Bei Mona am Schalter. Weil Mona ist Bankangestellte. Wenn ich schon eine kenne, die bei der Bank arbeitet - da habe ich an Mona gedacht. Es geht da drum, zur Zeit bin ich ja noch in der Reha. Sobald es mir aber besser geht, ich meine Krücken weglegen kann, fallen gewisse Zahlungen weg, die ich erhalte. Und auf dem Hof lastet eine hohe Hypothek, Raten, die weiter gezahlt werden müssen. Deswegen habe ich bei Mona vorgesprochen. Habe Monas Rat gesucht. Deswegen bin ich dort bei Mona vorbeigekommen. Mona und ich sind öfters im Nebenzimmer zusammengesessen. Dann habe ich Mona dienstags und donnerstags bei 'Ein Leben e.V.' getroffen. Ich bin mit Mona in der Gruppe.
Herr Augustin: Ah! Ja? Dort, Sie und Frau Ramona Gleibt. Sie in der Gruppe von Frau Ramona Gleibt? Trotzdem ... Das hat gereicht, daß Sie sich heute mit Mona verloben?
Gustl Strauchinger: Mona und ich, wir kennen uns doch schon etwas länger. War doch damals jedes Jahr mit ihren Eltern bei uns am Bauernhof. Da war ich noch sehr jung für Mona. Aber, heute bin ich nicht mehr so jung. Und bald bin ich wieder richtig auf dem Damm ...
Herr Augustin: In der Bank also ...? In der Bank und bei 'Ein Leben e.V.'. Die eineinhalb, zwei Stunden bei 'Ein Leben e.V.' ...
Gustl Strauchinger: Ja. Ein Monat bald her, da habe ich Mona in der Pause von der Sitzung bei 'Ein Leben e.V.' gefragt, ob sie und ich, wir uns nicht öfter treffen könnten. Ich habe zu Mona gesagt, daß ich verliebt bin. In sie. Fast wieder so verschossen in sie wie früher. Und Mona hat gesagt, daß sie mich damals auch gern hatte. Sie könnte sich vorstellen, mich öfter zu sehen. Am Abend vor Ihrer Festnahme bei ihrem Freund - diesem Hänsel, den sie ... - hat Mona zu mir gesagt, daß sie mich liebt. Daß sie zu mir kommen möchte. Ganz. Daß das das Beste für sie wäre. Dann habe ich Mona in der U-Haft besucht, meine liebe, arme Mona ...
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