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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 710

29. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Herr Augustin: Komisch, manchmal, die Liebe. Schwer zu verstehen. Sie sind sich also sicher, daß Frau Ramona Gleibt Hänsel, ihren Freund vor Ihnen, nicht umgebracht hat? Daß sie nicht die Mörderin ist?

Gustl Strauchinger: Nein, Mona, hat das nicht getan.

Herr Augustin: Was hat Frau Ramona Gleibt dann eigentlich gemacht?

Gustl Strauchinger: Mona war es nicht. Mehr sage ich Ihnen nicht. Es ist, glaube ich, besser für mich, Ihnen überhaupt nichts mehr zu sagen. Sie drehen mir ja jedes Wort im Mund um.

Herr Augustin: Wir kennen die Geschichte Gabrielle Gleibts, der verstorbenen Schwester Frau Ramona Gleibts. Einige der Geschehnisse, von denen Frau Ramona Gleibt uns erzählt hat, spielen sich auch im Bauernhaus Ihrer Eltern ab, Herr Strauchinger. Gabrielle Gleibt wurde besucht ... Und Frau Ramona Gleibt - sie bekommt nachts keinen Besuch?

Gustl Strauchinger: Das reicht mir jetzt hier, das mit Ihnen. Bit-te. Bitte, ich möchte jetzt gehen. Ich möchte jetzt hier weg. Ich möchte, daß Sie mich in Ruhe lassen. Bei mir und Mona wird alles gut, glauben Sie mir. Mona wird ihr Halstuch im nächsten Monat wieder wegtun können. Wenn ...

Herr Augustin: Wenn was? Woher wollen Sie das wissen? Warum sagen Sie das jetzt am Schluß überhaupt zu mir? Erklären Sie mir das. Was hat es mit dem Halstuch auf sich? Was verbirgt Frau Ramona Gleibt damit? Und Sie, was ist mit Ihnen? Sind Sie wirklich sicher, daß Sie nicht auch ...?

Gustl Strauchinger: Nei-ein! Jetzt ist aber Schluß hier ...

Herr Augustin: Vorhin hatten Sie in meiner Gegenwart fast einen Nervenzusammenbruch. Jetzt reden Sie daher, als ob ... 

Gustl Strauchinger: Ich will, daß Mona bei mir bleibt. Und das wird Mona auch, bei mir bleiben. Glauben Sie mir das. So, ich gehe jetzt. Sie erlauben?

Herr Augustin: Wenn Sie meinen, daß Sie keine Hilfe brauchen, brauchen Sie keine Hilfe. Ich muß Ihnen doch nicht vom Stuhl hochhelfen, oder? Den Weg zu Ihrem Auto finden Sie auf Ihren Krücken alleine, oder nicht? Gut denn! Dann: auf Wiedersehen! Oder wollen Sie mir doch weitere Details erzählen? Mir den Namen von dem im Trenchcoat sagen? Fangen wir damit an. Obwohl - ich kenne ihn eigentlich, den Namen. Aber wenn Sie ihn mir sagen ...

Gustl Strauchinger: Bleiben Sie mir bloß vom Hals, Sie und Ihre Detektei. Lassen Sie sich bloß nicht bei mir am Hof blicken. Ihre Hilfe brauche ich auch nicht. Von keinem. Und in ein paar Monaten brauche ich meine Krücken auch nicht mehr. Dann heirate ich Mona.

Herr Augustin: Ist doch schön zu hören.

 

 

Wir von der Detektei Umschau, Herr Weil-Esch junior, haben die folgenden Tage immer wieder Gustl Strauchinger beobachtet. Wohin Gustl Strauchinger mit seinem Geländewagen fährt.

 

 

 

 

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