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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 712

30. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Noch mal die Geschichte, mit einem anderen Ansatz:

Gegen halb sechs Uhr früh ging ein Anruf beim Notruf ein. Drei Leuten auf dem Strauchinger Bauernhof in Geiersdorf ginge es sehr schlecht. Notärzte müßten sofort kommen. Die Adresse der Strauchingers in Geiersdorf nannte der Anrufer.

Damit kam die Sache ins Rollen. So schnell wie möglich wurden Sanitätswägen und Notärzte losgeschickt. Die Polizei wurde ebenfalls verständigt.

Die Haustüre stand offen für die Sanitäter und Notärzte offen. Auch Polizisten begaben sich in das Wohnhaus der Bauernfamilie Strauchinger.

Ein älteres Ehepaar fand man im Erdgeschoß in seinem Ehebett vor. Frau Rosa und Herrn Gustav Strauchinger, bei denen kaum Atmung feststellbar war.

Im oberen Stockwerk entdeckten die Polizeibeamten eine junge Frau, die nackt und um die Hüften vollgeblutet auf dem Doppelbett lag, Frau Ramona Gleibt. Nur schwach atmete Frau Ramona Gleibt. Frau Ramona Gleibt, die erst vor zwei Wochen aus der U-Haft entlassen worden war.

 

Als einziger, der nicht auf dem Bauernhof und in dessen Umgebung anzutreffen war, war Gustl Strauchinger, der bei einem Motorradunfall vor Jahren schwer verletzte ältere Sohn von Frau Rosa und Herrn Gustav Strauchinger. Das zweite Kind, das Frau Rosa Strauchinger mit neununddreißig Jahren noch bekommen hatte, war vor zweieinhalb Jahren bei einer Kletterei am Fels östlich von Geiersdorf abgestürzt und an den inneren Verletzungen gestorben, die es dabei davontrug.

Gustl Strauchinger, Herr Weil-Esch junior, fuhr dann am Vormittag mit seinem Geländefahrzeug auf dem Hof seiner Eltern ein, wurde von der Polizei als Tatverdächtiger sofort festgenommen.

Für den schlechten Zustand seiner Eltern Rosa und Gustav Strauchinger wurde Herr Gustl Strauchinger verantwortlich gemacht. Weil Gustl Strauchinger die Woche zuvor dem Pflegedienst seiner Eltern gekündigt hatte, der täglich zu seinen immer schwerer an Alzheimer erkrankten Eltern kam.

Unzufrieden wäre er mit der Freundlichkeit der Pflegerinnen, hatte Gustl Strauchinger die Kündigung dem Pflegeunternehmen gegenüber begründet. Der Umgang der Pflegekräfte mit seinen Eltern, der mißfiel ihm, Gustl Strauchinger. Selber würde er, Gustl Strauchinger, zusammen mit seiner Freundin die Pflege seiner kranken Eltern übernehmen. Zumindest bis dahin, bis er einen anderen Pflegedienst bestellt hätte. Der dann kommen würde.

Wie es jedoch ausschaute, hatte Gustl Strauchinger sich nicht um einen Ersatzpflegedienst gekümmert. Die Eimer in den Stühlen, in die hinein Gustl Strauchingers Eltern ihre Notdurft verrichteten, zu leeren, fiel niemandem ein. Außerdem schien es, mußten sich Frau Rosa und Herr Gustav Strauchinger selber medikamentieren. Nicht eine Kapsel, die Gustl Strauchinger für sie ausdrückte und nach Plan bereitlegte.

 

 

 

 

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