"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 727
5. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Allerdings haben wir von der Detektei Umschau Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß wir, die Detektei Umschau, die Angelegenheit weiterhin bearbeiten. Daß nichts sicher war und ist.
Die Hintergründe des Falles sind keineswegs aufgehellt. Für alle unnatürlichen Geschehnisse kann es weiterhin auch eine natürliche Erklärung geben.
Zugutehalten müssen wir Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, Herr Weil-Esch junior, daß er wegen seiner Erkrankung unter Drogen gesetzt war.
Wer morphinhaltige Filmtabletten ärztlich verschrieben bekommt, bei dem kann es vorkommen, daß es ihm Kleinigkeiten vormacht, er Dinge denkt, die er normal nicht denken würde. Solche, jenseits des gesunden Menschenverstandes.
Bei Herrn Doktor Gregorius Weil hinzu kommt die Perspektive des nahen Todes.
Da kann man schon auf Einfälle kommen. Darüber nachdenken, daß Manuela Dombrowski, wie Herr Bernd Reil sie beschreibt, eine ziemlich hübsch anzusehende Wiedergängerin wäre. Eine, die eine Verwandlung erfahren hat, daß sie, obwohl gestorben, von den Toten auferstanden war. Körperlich manifestiert war sie am Weiterleben.
Möglicherweise hat Herr Doktor Gregorius Weil-Esch auch wieder daran gedacht, daß der Name Drakonie bei Herrn Drakonie Rupertus Wank an Dracul erinnert. Eine Sagengestalt, die seit Jahrhunderten durch die Geschichten der Weltliteratur geistert. Der Charakter: ein Wesen, das alterslos ist. Geschieht ihm nichts Unvorhergesehenes, lebt es praktisch ewig.
Und - weil Herr Doktor Gregorius Weil-Esch keinen Spaß an dem hatte, was ihm die Ärzte kundgetan hatten, bald sterben zu müssen, hatte Herr Doktor Gregorius Weil-Esch sich so Gedanken gemacht. Zu verlieren hatte Herr Doktor Gregorius Weil-Esch eigentlich nichts.
Von Herrn Drakonie Rupertus Wank wußte Herr Doktor Weil-Esch durch die regelmäßigen Berichte, die er von der Detektei Umschau erhielt, wo der sich aufhalten konnte. Irgendwo nahe bei Frau Ramona Gleibt.
Mit Herrn Drakonie Rupertus Wank wollte Herr Doktor Weil-Esch sich treffen. Jedes Risiko war Herrn Doktor Weil-Esch das wert. Die Zeit drängte bei Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch.
Mußte doch möglich sein, Frau Ramona Gleibt anzusprechen, sich nach Herrn Drakonie Rupertus Wank zu erkundigen. Zu Frau Ramona Gleibt zu sagen, ob er Herrn Drakonie Rupertus Wank nicht irgendwo begegnen könnte. Jeder Ort war Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch dafür recht.
Was Herr Doktor Gregorius Weil-Esch jedoch fand, war nichts als grausame Enttäuschung. Herr Doktor Gregorius Weil-Esch, er traf seinen Mörder - keinen anderen.
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