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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 728

5. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Weiter war da nichts Besonderes.

Was im allerbesten Falle als besonders zu vermerken wäre, war die Kunst, die der Mörder Herrn Doktor Gregorius Weil-Eschs mit Herrn Doktor Gregorius Weil-Eschs sterblichen Überresten betrieb.

Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch den Kopf abzutrennen, ihn an einen Ast in Gabelform mitten draufzuspießen, den Rumpf Herrn Doktor Gregorius Weil-Eschs an eine Fichte zu drapieren, die abgetrennten Hände, Arme, Beine einzeln an einen Baumstamm zu nageln.

 

 

Was fällt sonst noch ein?

Vielleicht das, daß man sich schon fragen kann, warum Herr Doktor Gregorius Weil wie ein Drakul hätte werden wollen.

Wie so jemand werden. Sich immer nur vom Blut anderer Leute zu ernähren  - da schaudert es einen doch normal.

Eine Person zu sein, die nichts als Elend und Tod bringt  - auch wenn man dafür alterslos ist ... Daß Herr Doktor Gregorius das für sich gewollt hätte?

Das alles in Kauf nehmen hätte wollen ...? Nur, um nicht sterben zu müssen.

Oder hätte Herr Doktor Gregorius Weil-Esch auf Blutkonserven zurückgegriffen?

 

Kann man nur daran erinnern, daß Herr Doktor Gregorius Weil-Esch unter Drogen stand.

Morphinhaltige Filmtabletten, die Herr Doktor Gregorius Weil-Esch unter anderem täglich zu schlucken hatte. Tabletten, die der Schmerzlinderung dienen sollten, Übelkeit bekämpfen.

Bestimmt verändert so eine Droge die Gedankenwelt. Läßt einem Dinge anders erscheinen als sie in Wirklichkeit sind. Führen zu Einfällen, die man gewöhnlich nicht hätte. Oder von sich weisen würde.

Oder - was meinen Sie, Herr Weil-Esch junior? Wie denken Sie sich das von Ihrem Vater?

 

 

Was ich - eigentlich wir alle von der Detektei Umschau - immer noch gerne wüßte: Sie, Herr Weil-Esch junior, haben das Grab Manuela Dombrowskis aufgebuddelt.

Was war nun in dem Sarg Manuela Dombrowskis, als Sie und Ihr Freund Tim Herd ihn öffneten?

Befand sich das, was heute noch von Manuela Dombrowski übrig ist, in dem Sarg drinnen, nachdem sie den Sargdeckel weggehoben hatten und über alles drüberleuchteten?

Oder war nichts drinnen im Sarg?

 

Das könnten Sie mir - uns allen von der Detektei Umschau - mal mitteilen, Herr Weil-Esch junior.

Weiß überhaupt nicht, warum wir von der Detektei Umschau das nicht in Erfahrung bringen können. Nichts als eine Wand des Schweigens.

 

 

 

 

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