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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 732

7. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Keine weitere Erwähnung fand das.

Lächelnd hat Frau Ramona Gleibt am letzten Verhandlungstag nach der Urteilverkündung den Gerichtssaal verlassen, um in Handschellen und mit Fußfesseln, links und rechts von Polizistinnen eskortiert aus dem Verhandlungsgebäude hinausgeführt zu werden. Augenblicklich mußte Frau Ramona Gleibt ihre Strafe in der Justizvollzugsanstalt antreten.

 

 

Auf Herrn Augustin wirkte das gesamte schnell abgewickelte Verfahren, das zur Verurteilung Frau Ramona Gleibts führte, sehr surreal.

Anders kommt uns allen von der Detektei Umschau die Beschreibung der Grausamkeit, mit der Frau Ramona Gleibt ihre Untat vollbracht, das, was Frau Ramona Gleibt darüberhinaus getan haben sollte, auch nicht vor. Dazu der relative Frohsinn der Angeklagten, die ein weitreichendes Geständnis abgelegt hatte. Wie es aussah, hatte das Urteil von vornhinein festgestanden; nur noch die Höhe der Strafe war die Frage.

 

Wir von der Detektei Umschau denken wirklich, Frau Ramona Gleibt hätte den Mord an Herrn Josef Hänsel nicht gestehen müssen. Die detailreiche Wiedergabe, wie sie, Frau Ramona Gleibt, die schreckliche Tat ausgeführt hatte, hätte nicht sein müssen.

Denn wir, wir von der Detektei Umschau, wir kennen Frau Ramona Gleibt. Wir hatten mit Frau Ramona Gleibt in Frau Ramona Gleibts Wohnung einmal eine angenehme Unterhaltung. Beobachtet haben wir Frau Ramona Gleibt.

Auf den Einfall aber, Frau Ramona Gleibt könnte Herrn Josef Hänsel auf eine derart drastische Weise töten, wie es vor Gericht dargestellt wurde, wären wir von der Detektei Umschau nie gekommen. Nie. Eher machten wir von der Detektei Umschau uns Sorgen, daß Frau Ramona Gleibt das Opfer eines Verbrechens werden könnte.

Daß Frau Ramona Gleibt außerdem in den Sinn kommen könnte, erst ihren Freund Josef Hänsel umzubringen, dann in der Küche Kleinigkeiten von ihm zuzubereiten, um das dann in aller Ruhe mit Messer und Gabel zu verspeisen, nur um den Geschmack zu testen - nein, danach hatte bei Frau Ramona in unseren Augen nichts ausgesehen.

Das sind wir von der Detektei Umschau uns sicher, daß Frau Ramona Gleibt, wenn sie gegen Herrn Josef Hänsel überhaupt jemals das Messer zückte, das nicht aus eigenen Stücken getan hat.

 

Heute sitzt Frau Ramona Gleibt in ihrer Gefängniszelle, ist glücklich, dem wahren Mörder und seiner Umgebung entflohen zu sein.

 

 

 

 

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