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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 737

8. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Gustl Strauchinger war der Mitfahrer auf einem geländegängigen Motorrad.

Der Fahrer, der Gustl Strauchinger vom Hof seiner Eltern abholte, wollte Gustl Strauchinger unbedingt zeigen, wie sehr er seine erst vor kurzem neu erworbene Maschine bereits beherrschte.

Auf der kurvenreichen Strecke der Geiersdorfer Bergstraße, daß der Fahrer, der Gustl Strauchinger hinten am Sozius hatte, sich bei überhöhter Geschwindigkeit zu sehr in die Kurve legte. Die Reifen des Motorrads rutschten weg, das zweirädrige Teil landete an der Leitplanke.

Der, der das Motorrad lenkte, dem passierte bei dem Sturz nichts. Blaue Flecke, Hautaufschürfungen. Etwas Kopfwehr.

Derjenige aber - Gustl Strauchinger -, der hinten draufgesessen hatte, den zerlegte es einigermaßen. Der schwebte lange zwischen Leben und Tod.

Es dauerte ein drei Wochen, bis Gustl Strauchinger von den Ärzten der Spezialklinik, aus dem Koma geholt wurde.

Am Schluß hatte Gustl Strauchinger den Unfall zwar überlebt, mußte sich jedoch damit abfinden, an den Rollstuhl gefesselt zu sein. Für dauerhaft, wie es zunächst aussah.

 

Jetzt wissen wir von der Detektei Umschau, wer der Lenker des Motorrades war. Der Verantwortliche dafür, daß Gustl Strauchinger jahrelang im Rollstuhl saß.

Erst ein paar Monate her heute eigentlich, daß sich bei Gustl Strauchinger überraschend eine Besserung seines gelähmten Zustands einstellte. Daß es plötzlich dazu kam, daß während einer Rehabilitation festgestellt wurde, daß Leben in die Beine Gustl Strauchingers zurückgekehrt schien. Immer besser wurde das, daß Gustl Strauchinger mitgeteilt wurde, daß die Funktion seiner körperlichen Motorik vielleicht ganz wiederhergestellt werden könnte.

Es stimmte ja auch, Gustl Strauchinger konnte sich immer besser bewegen. Sich schließlich sogar aus seinem Rollstuhl erheben.

Zuletzt war Gustl Strauchinger in der Lage, auf Krücken selbständig in der Gegend herumzugehen.

Und, wie es ausschaute, würde Gustl Strauchinger demnächst frei auf seinen beiden Beinen stehen und herumspazieren können.

Ein Wunder, an das niemand zu denken gewagt hätte, der Gustl Strauchinger nur im Rollstuhl kannte.

 

 

Ihren Vater, Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, Herr Weil-Esch junior, hätte das sicher brennend interessiert, wer das Motorrad gelenkt hatte, auf dem Gustl Strauchinger hinten draufhockte, als es zu dem bösen Sturz kam.

 

 

 

 

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