"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 741
10. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Überaus rasant verlief die Alzheimer-Erkrankung bei Herrn Gustav Strauchinger und seiner Gattin. Die Fähigkeit von Gustav Strauchinger und Gustls Mutter, sich um irgendwas zu kümmern, was Stall- und Feldarbeit anbetraf, war ziemlich bald bei Null.
Zum Glück stand die Geiersdorfer Verwandtschaft der Strauchingers der Familie Gustl Strauchingers bei. Die Arbeit am Strauchinger-Hof teilten sich die Verwandten untereinander auf, war Gustl auf Reha-Maßnahme. Der eine Onkel übernahm das Mähen der Wiesen für Gustav Strauchinger mit, der andere Großonkel bestellte Gustav Strauchingers Felder, sorgte für die Ernte.
Trotzdem wartete jeder aus dem Verwandtenkreis der Strauchingers sehnsüchtig darauf, daß Gustl Strauchingers Worte wahr würden, daß er körperlich wieder ganz hergestellt sein könnte. Ab dem Moment sollte Gustl Strauchinger den Hof seines Vaters Gustav übernehmen, um selber für alles zu sorgen.
Nun, Herr Weil-Esch junior, Anton Aulinger, wechseln wir hier zu dem über.
Gustls alter Sandkastenkumpel und Teeniezeit-Freund Toni, der unternimmt in der Gegenwart sicher Dinge, die seine Mutter Antonia Gerlinde Therese so bei ihm nie in Planung hatte.
Zum Beispiel das, daß Toni heute kein Aulinger mehr ist. Sondern ein Tabert.
Toni Aulinger ist Mittzwanziger, ein junger Mann, einer, der sich, was den Familiennamen angeht, nach seinem Vater nennt, Tabert.
Und Toni ist jemand, der vor allem bei Herrn Hans-Georg Tabert einen Stein im Brett hat. Einer, anscheinend ganz nach dem Gusto von Herrn Hans-Georg Tabert. Und das gewiß nicht nur, weil Toni Herrn Hans-Georg Tabert in schöner Regelmäßigkeit im Gefängnis besucht.
Wie es ausschaut, unternimmt Toni Tabert alles, sich was Eigenes aufzubauen, wie der jünger Hans-Georg Tabert. Dabei hat Toni das vollste Vertrauen, die Unterstützung Herrn Hans-Georg Taberts. Daß sich da Parteien bei irgendwas in die Quere kommen würden, davon kann nicht die Rede sein. Als hätte Toni Tabert von Herrn Hans-Georg Tabert direkt einige abgesteckte Claims zugewiesen bekommen.
Ein Stützpunkt Toni Taberts ist das Klubhaus der Dead Riders in Roting bei Geiersdorf.
Bei den Dead Riders ist Toni Tabert eigentlich schon seit fünf Jahren Mitglied. Daß Toni Tabert aber bei den Dead Riders eine größere Rolle spielt, das ist erst seit knapp einem Jahr.
Vor drei Wochen ist Toni Tabert zum Schriftführer und Kassenwart der Dead Riders ernannt worden.
Das erste Mal, daß sich damit in der Person Toni Taberts bei den Dead Riders diese beiden Funktionen in einer Person vereinigen. Wie wir von der Detektei Umschau von Frau Agathe Setzer, ehemalige Mitarbeiterin der Detektei Umschau, wissen.
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