"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 743
11. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Tanzte Toni Tabert, tanzte Toni Taber ausschließlich mit der Dicken, die sich ihre langen Haare blutrot gefärbt hatte.
Der Höhepunkt war, als Toni Taberts Hände nicht nur die Pobacken von ihr bearbeiteten, sondern die Dicke hochhob, auf einen Tisch aufsetzte. Zwischen ihre Beine drängelte Toni Tabert sich, und sie öffnete sie ihm nur zu gerne.
'Mach's ihr!' gröhlten die Zuschauer: 'Besorg's ihr, Toni.'
'To-ni, To-ni, To-ni! To-ni vor - noch ein Tor!'
'Pop-pen, Toni, pop-pen. Pop-pen - hopp, hopp, hopp!'
Eine Sache, die sich Toni nicht zweimal sagen ließ.
Plötzlich fiel es Agathe Setzer, der die dicke Braut unbestimmt von irgendwoher bekannt vorkam, wie Schuppen von den Augen. Agathe Setzer kannte die dicke Braut, die an dem Abend bei Toni weiter vorn war als jede andere.
Zwar war sie mit zu viel Puder bleichgeschminkt. Die dunkelroten Lippen hatten Lippenstift mehrfach erwischt. Lila Lidschatten, Eyeliner, Kajal-Stift ...
Sie war Sonja!
Sonja Gleibt!
Frau Ramona Gleibts jüngere Schwester Sonja.
Sonja Gleibt hatte sich mit Toni getroffen, war mit Toni zusammen nach Roting in das Klub-Haus der Dead Riders aufgebrochen.
Weil Agathe Setzer zufällig ihren Freund bei den Dead Riders hatte, paßt jetzt für die Detektei Umschau die Geschichte, die, daß Sonja Gleibt für irgend jemand Geld wusch.
Soviel war uns von der Detektei Umschau bekannt: Alte Vinyl-Schallplatten verkaufte Sonja im Internet, packte Pakete ab, verschickte sie per Post.
Die allerbeste Bewertung hatte Sonja auf der Versteigerungsplattform. Obwohl in Sonjas Gleibts Postpaketen nie eine alte, rare Schallplatte drinnen war. Was der Empfänger, der die Platte ersteigert hatte, allerdings ganz genau wußte, daß er keine Platte für seine Schallplattensammlung von Sonja Gleibt kriegte. Sondern daß es um das Geld ging, das Sonja Gleibt überwiesen wurde.
Sonja Gleibt, die machte das für Toni Tabert. Toni Tabert, den Sonja als Freund Gustl Strauchingers schon ewig Jahre kannte, der war der Ausgangspunkt des Ganzen. Toni Taberts Idee.
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