"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 755
15. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Herausragend dabei war auch die Nennung der Adresse 'Gründelicher Straße 6'. Die Information, daß Herr Drakonie Rupertus Wank im Haus Gründelicher Straße 6 im Stockwerk über der letzten Etage eine Wohnung hat, mit dieser beim Meldeamt geführt wird.
Das Haus 'Gründelicher Straße 6' - ein Gebäude, an dem es ein sechstes Stockwerk überhaupt nicht gibt.
Als das Wohnhaus nach Beendigung des zweiten Weltkriegs in Trümmern lag, hatten die Leute, die es wiederaufbauten, schließlich beschlossen, daß fünf Stockwerke auch reichen mußten, es nicht wieder sechs Stockwerke sein müßten.
Dort in dem Mietshaus 'Gründelicher Straße 6' befindet sich an der Wand - wie wir von der Detektei Umschau mit eigenen Augen gesehen und es auf Fotos dokumentiert haben - ein Briefkasten. Der letzte der Käste der doppelten Wandreihe. Die Briefkastenbeschriftung: 'Wank, 6. Stock'.
So, Herr Doktor Weil-Esch, das habe ich meiner alten Freundin in einer e-Mail geschrieben. Und das, daß wir von der 'Detektei Umschau' es hier wieder einmal mit einem dieser obskuren Fall zu tun haben, einer Mischung aus Vampirgeschichte und Kriminalfall.
Eine sofortige Antwort konnte ich nicht erwarten.
Aber gestern habe ich morgens meinen 'Posteingang' aufgemacht, war tatsächlich eine Antwort-Mail von meiner Freundin eingetroffen.
Eineinhalb Monate, die in der Zwischenzeit vergangen waren.
Frau Professor hat das von uns von der 'Detektei Umschau' verfertigte Phantombild Fransens beziehungsweise Herrn Drakonie Rupertus Wanks einigen ihrer Studenten gegeben.
Die Gruppe hatte anschließend die Aufgabe, nach altvorderen Fotografien und Steckbriefen zu gucken. Dabei ein biometrisches Gesichtserkennungsprogramm zu benutzen.
Auf dem Großrechner, auf den die Arbeitsgruppe der Studenten Zugriff hatte, waren zahllose Fotos und Dokumente von Verbrechern, Mördern aus dem neunzehnten, zwanzigsten Jahrhundert abgespeichert.
Außerdem hatten Studenten ein ähnlich hübsches 3-D-Bild von Herrn Wank zu erschaffen, Herr Doktor Weil-Esch, wie wir von der 'Detektei Umschau' es Ihnen, Herr Doktor Weil-Esch, auch schon auf den Rechner geschickt haben.
Echt wahr, auf einem besonders gelungenen dreidimensional überblickbaren Bild, das ich von Frau Professor erhalten habe, wirkt Herrn Drakonie Rupertus Wanks Gesicht so plastisch auf den Betrachter, daß man fast meint, Herr Drakonie Rupertus Wank würde jede Sekunde lebendig, könnte anfangen, einem was von sich erzählen. Ein echtes Zauberwerk.
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