"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 756
15. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Wirklich beängstigend, wenn jemand aussieht, als könnte er jede Sekunde in Bewegung geraten und zu sprechen anfangen.
Dabei wissen wir von der Detektei Umschau, daß derjenige, auf den sich das von der Studentengruppe angefertigte Phantombild bezieht, jemand ist, der in der Gegenwart vielleicht Spaziergängern und Pilzsuchern aus den Waldboden herauskrabbelt. Ein Mann mit soldatischer Einzelkämpferausbildung. Bereit für den Überlebenskampf in der freien Natur. Außerdem geschickt im Fassadenklettern. Und darüberhinaus ist er ein übler Verbrecher ist. Ein vielfacher Mörder. Gegen Entlohnung erledigt der Herr Drakonie Rupertus Wank für bestimmte Leute die Drecksarbeit, was das Morden angeht.
Das ist die Gegenwart.
Aber, was hat Herr Drakonie Rupertus Wank denn für eine Vergangenheit? Vor allem - wie weit reicht diese eigentlich zurück? Kann denn das die Möglichkeit sein? Kann das ein und dieselbe Person sein?
Die Schlußfolgerungen dessen, was mir von Frau Professor, meine alte Freundin, nahegebracht hat, sind wahnsinnig.
Das ist irre.
Sie verstehen, Herr Doktor Weil-Esch, wenn ich Ihnen das schreibe, daß das nur bedeuten kann, daß es ein Vorkommnis gegeben hat.
Die Arbeitsgruppe von Studenten, die sich bei meiner Freundin im Kurs befinden, haben bei Herrn Drakonie Rupertus Wank die biometrische Merkmale ermittelt. Und die Studentgruppe haben mit ihrem Gesichtserkennungsprogrammen, die die Daten Herrn Drakonie Rupertus Wanks als Ausgangspunkt hatten, Verbrecherfotos aus alter Zeit durchforstet. Um Annäherungen, Verwandtschaftmerkmale zu entdecken.
Wenn normale Leute an Gesichtserkennung denken, meinen sie zumeist, das hätte irgendwas mit dem ganzen Gesicht zu tun. Dabei ist die Gesichtserkennung nichts anderes als ein Rechenprogramm. Das mit Hilfspunkten arbeitet. Zu denen Linien gezogen werden, Winkel daraus errechnet, Kreise. Alles im Grunde genommen nichts als pure Geometrie.
Die Punkte des Gesichtsfelds vereinfachen das gesamte System immens.
Auch die Modebranche arbeitet mit Gesichts-Punkten. Nur unter einem anderen Aspekt. Bei den Modeleuten entscheiden die Punkte über den Marktwert eines weiblichen, männlichen Models. Das ist geradezu ähnlich wichtig wie der Körpermaß-Index, die Körpergröße, die Länge der Beine.
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