"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 764
18. November 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Das Ultimatum lief ab, ohne daß es aus dem Schloß des hohen Grafen von Leutschnytz zu einer positiven Reaktion gekommen wäre. Obwohl Herr Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz nur einen Moment einen Blick aus dem Schloß heraus wagen mußte, um die Übermacht zu überblicken, die ihn umzingelt hatte.
Als Folge ließ der preußische General Kanonen in Stellung bringen. Nach einer weiteren Aufforderung, zur Vernunft zu gelangen, das Schloßtor friedlich zu öffnen, erteilte der General den Feuerbefehl.
Die Schloßmauern wurden kartätscht, schließlich die Mauern gestürmt.
Alles, was nach dem Beschuß hinter dem Mauerwerk des Schlosses des hohen Grafen von Leutschnytz an Besuchern, Dienerschaft am Leben geblieben war, töteten die Soldaten, ohne viel Rücksicht auf irgendwas zu nehmen. Herr Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz fand sich jedoch nicht unter den Getöteten, die die preußischen Uniformträger außerhalb des Schlosses wie Jäger nach einer Jagd das erlegte Getier auf den Erdboden auslegten.
Die Tatsache wurde entdeckt, daß der hohe Graf von Leutschnytz sich mit zwei, drei seiner treuesten Diener durch einen Tunnelbau, den man im Schloßkeller hinter einer Geheimtüre entdeckte, davongemacht hatte.
Den gesamten Schloßbau schliff der Armeehaufen, bis tief unter die Erde hinab. Nicht ein einziger Stein, der auf dem anderen blieb. Das heißt, kein Tourist, der in der Gegenwart das Schloß des Herr Egberto Alucarde Grafen von Leutschnytz besuchen kann. Wo das Bauwerk mit weitläufiger Gartenanlage sich befand, wächst heute dichter Wald hoch.
Herr Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz wurde für vogelfrei erklärt, sein Name 'von Leutschnytz' für alle Zeit geächtet. Der gesamte Besitz des hohen Herrn Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz fiel an den preußischen Staat, wie alles, was einem von Leutschnytz gehörte. Vollständig wurde der Name derer von Leutschnytz aus dem Register der Adeligen und von den Grundbesitztafeln getilgt. Für die Ergreifung des Herrn Egberto Alucarde Grafen von Leutschnytz wurden viele Jahre lang aus dem preußischen Staatssäckel wechselnd hohe Summen ausgelobt.
Das ist also das, was es zu Herrn Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz zu sagen gibt, Herr Doktor Weil-Esch.
Um uns die Dinge hier abschließend noch mal deutlich zu machen: Die Fotos der Herren Drache Apolonius Wänk und Drako Rubertus Wankel wurden miteinander mit Hilfe verschiedener Gesichtserkennungsprogramme abgegleichen.
Die Übereinstimmung ist fabelhaft zu nennen. Als ob die Herrschaften ein und dieselbe Person wären.
Ebenso geschah es mit dem Holzschnittbild Herrn Egberto Alucarde Graf von Leutschnytz'.
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