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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 88

17. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Manuela, die war mir so was von fern. Eigentlich wie irgendeine beliebige Fremde.

Anders würd' ich mein Verhältnis zu Manuela nicht beschreiben. Was zählt das denn, daß man vor Jahr und Tag mal, rundet man es auf, ein knappes Jährchen ein Verhältnis hatte?

Nicht viel, oder?

Jede Menge Zeit seit damals vergangen.

 

 

Manuela, wie komme ICH also zu der Erscheinung Manuelas?

Manuela, aus dem Nirgendwo zu mir gekommen, dem Nichts.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

 

Schon eine Sache.

Manuela und ich.

Man muß sich das vorstellen, Manuela und ich ...

Ich zusammen mit Manuela, beim Stadtbummel. Mitten zwischen den Leuten in der Stadt unterwegs.

Wir beide, Manuela und ich, Fußgänger kommen an uns vorüber, wir passieren Leute, die aus Geschäften herausmarschieren.

 

Deutlich manifestiert, ich.

Nicht anders, Manuela.

Oder? Oder, Tagebuch?

Oder nicht?

 

 

Manuela und ich, wir schauen uns Postkarten unseres Heimatstädtchens an.

Die bebilderten Kärtchen für den Postversand, die befinden sich in einem Drehgestell außerhalb des Schreibwarenladens Thürk.

Schreibwaren Thürk.

Bei Schreibwaren Thürk hat meine Mutti schon Schulhefte, Blei- und Filzstifte für mich gekauft, als ich mich eben mit dem Gedanken beschäftigt hab', bald in die erste Klasse Grundschule zu gehen. Wie Mutti zuvor bei Schreibwaren Thürk auch immer Schulzeug für meine ältere Schwester Bettina kaufte.

 

Aus dem Gestell hat Manuela Postkärtchen herausgezogen, mir gezeigt.

Gelacht haben wir, Manuela und ich.

Zurückgesteckt hat Manuela die Karten wieder.

 

 

Unglaublich!

 

 

 

 

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