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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 89

18. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Unfaßlich, unglaublich, das mit Manuela. Das mit Manuela und mir.

Bei Helens bösen Dschinns, es ist nicht zu fassen.

 

Manuela, ich hör' Manuela mit mir sprechen ...

Manuela: 'Fährst du nirgendwohin in Urlaub, Bern-die?'

Ich: 'Nein. Ist nicht.'

Manuela: 'Warum denn nicht, Bern-die? Ist doch jetzt die Zeit?'

Ich: 'Hab' ich nicht schon gesagt, daß ich in den Semesterferien arbeiten muß? Muß sein. Arbeite bei Mauth, bei Mauth im Betrieb. Am Ersten geht's los. Und wenn ich aufhör' bei Mauth mit der Arbeit, sind die Semesterferien für mich auch schon wieder vorbei.'

Manuela: 'Nicht für 'ne Woche irgendwo hinfahren, Bern-die?'

Ich: 'Nein!

Manuela: 'Armer Bern-die!'

 

 

Ja, stimmt - armer Berndie!

Daß ich arm dran bin, hat aber sicher nichts mit meinem Ferienjob bei Mauth zu tun. Daß ich dort die ganzen Semesterferien durchmalochen muß.

Sondern alleine mit meiner Begegnung mit IHR, mit Manuela!

 

 

*

 

Neunzehnter Juli, mein Tagebuch.

Uhrzeit: 23:17 Uhr.

 

 

'Armer Bern-die!' - sagt Manuela zu mir.

'Armer Bern-die!' - sagt SIE.

 

 

Wie recht Manuela mit ihren Worten hatte, Tagebuch.

 

Wie hätte ich das aber in dem Moment irgendwie begreifen sollen, daß ich wirklich arm dran war?

Die gute Stimmung zwischen Manuela und mir, die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben konnten - das hatte mich regelrecht euphorisiert.

Hab' mich Manuela schon den Schlüpfer herunterziehen sehen. Ein paar Küsse weiter - und ich, ich und Manuela, wir ...

Keine andre Idee, Tagebuch. Nichts andres.

 

'Armer Bern-die' - heute trifft das den Kern.

Aber an dem Nachmittag im schönsten Sonnenschein wäre mir das nicht eingefallen.

 

 

 

 

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