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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 96

21. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Die Gegend von Manuelas Brüsten und Manuelas Beinen, dort wieder hemmungslos angreifen zu dürfen - das war mein Ziel. Sonst wenig.

Danach verhielt ich mich.

Heute erst, in der Gegenwart, Tagebuch, habe ich keine Ahnung mehr, wie das mit mir und Manuela zugehen kann. Wie mir das ankommen kann, das mit Manuela.

Daß ich mit Manuela in der Stadt unterwegs war, dann mit Manuela ins Mezzolatte rein bin ...

 

Das Obige ist mir zu einem richtigen geistigen Problem geworden. Krank macht mich das im Kopf.

Alles, was mit Manuela zu tun hat, ist für mich zum Kranksein.

Unerträglich, irr. Eine schwere Last für meine Psyche ist es.

 

 

Ungeheuerlicherweise, aus der Rückschau des heutigen Tages gesehen, sitze ich zusammen mit Manuela im Mezzolatte.

Bei mir ist Manuela, körperlich manifestiert.

Und rund um Manuela und mir herum hockten im Mezzolatte Leute.

Leute, Leute ...

 

Einer, einen dunkelgrauen Nadelstreifenanzug an, hatte sein Laptop angesteckt. Anscheinend beschäftigte der Mann sich mit Zahlen und Tabellen. Notierte sich Sachen auf einen Zettel, tippte mit der Rechten wieder auf der Zahlenhälfte der Tastatur herum.

Wie ein Handelsvertreter, der im Anzug. Saß im Café, ehe er eine Runde weiterfahren wollte. Und, nebenbei, bei Kaffee und Kuchen, erledigte er noch ein klein wenig was Arbeit.

 

Zusätzlich waren dort im Mezzolatte ein paar ältere Weiber. Rentnerinnen, zu zweit oder zu dritt an den Tischen.

Ein junges Fräulein sehe ich ganz deutlich vor meinem geistigen Auge. Ein Kinderwagen-Doppel. Für Zwillinge. Eines der Babies fing zu schreien an, daß Manuela und ich, wir uns erst mal nicht weiter miteinander unterhalten konnten. Bloß uns gegenseitig angrinsen.

 

 

Auf die Uhr da im Mezzolatte hab' ich geguckt. Es war knapp halb fünf Uhr am Nachmittag.

Hatte eigentlich gedacht, es wäre schon später; um einiges später. Meinem Gefühl nach war ich schon ein paar Stunden mit Manuela unterwegs. Es hätte gut sechs, sieben Uhr sein können, früher Abend.

 

Statt mir unbestimmte Ungeheuerlichkeiten angesichts Manuelas einzubilden, was am Schluß dazu geführt hätte, daß mit dem Auftritt Manuelas an meiner Seite Ende war, fühlte ich mich beschwingt. Dachte, ich könnte mich ruhig stärker ins Zeug legen. Besser vorkommen, mit dem Süßholzraspeln.

 

 

 

 

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