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Blog von TeddeMehr

Abstrakt, maschinell

20. Mai 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Das waren mal Bilder: Küken, hinten von einem Maschinengreifer am Nacken gepackt, werden in Röhren hineinfallen gelassen. Schaut aus, als wäre unten ein Häcksler. Dann sieht man zwei grobe Hände, die Küken greifen, scheinbar sortieren: Die einen werden mit Schmackes in den einen abgebogenen Metallschlund geschmissen, die anderen in den anderen.

Dann ein breites Fließband, auf dem Nachwuchshühner in schieren Massen dichtgedrängt, nach irgendow transportiert werden. Keine Ahnung von irgendwas, die Tiere, kurz erst auf der Welt. Zweck, versteht man die gesprochenen Worte richtig: Ins Gas geht es.

Ekelhaftest industrielle Tötungswirtschaft. Nur noch Abstraktheit. Verdinglichung.

Kein Wunder, daß man so was dem Bewußtsein der Leute fernhalten möchte. Manches konnte einem vergehen.

Repekt vor einer lebenden Kreatur: gleich Null.

Was wohl die Indianer dazu sagen würden?

Mit der Sicht der Indianer auf die Natur hat so was nichts zu tun.

Die Indianer haben wenigstens in Beschwörungen, Anrufungen versucht, die Geister der Tiere zu beschwichtigen, die sie getötet haben. Hier ist alles nur noch reine, unbarmherzige Zweckmäßigkeit.

Die Ansicht der Fließbandbesitzer: ein Produkt. Als wäre das hier totes Steingut, das man zu verarbeiten hätte. So wird mit Tieren umgesprungen. Aus einer Welt, der man eigentlich selber auch entstammt. Selber hätte man sicher kein ähnliches Schicksal gern, wie man es für diese Lebewesen erdacht hat.

Da käme dann mal irgendwann die Polizei, würde der Täter vor Gericht aber was zu hören kriegen, wäre man ihm draufgekommen.

 

 

 

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