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Blog von TeddeMehr

Wenn Leute was mögen, bleibt's als Format am Sender

21. November 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Nächstes Jahr, '17 nach dem Millenium, wird wohl das Sprichwort tatsächlich wahr: "Ein anderer Ort, eine andere Zeit."

Schon die Frage: Meinten die in den US-Staaten das im Ernst? Rückgängigmachen, das haut jedenfalls nicht mehr hin.

War ER ihnen nicht von Haus aus zu hohl? Dieser reiche, protzige Konzern-Inhaber, der sich darin gefiel, seine Familie und sein Leben zum Mittelpunkt einer "reality-show" zu machen.

Noch dazu, Auslese hat er groß betrieben. Sich hämisch erlaubt, Leute, die eine bessere Beschäftigung wollten, auch größer vorzuführen. Sie vor großem Publikum nach Möglichkeit ins Lächerliche zu ziehen.

Hätte das Amerika nicht gereicht, es bei dem bei dem Charakter zu belassen?

Ich meine, seine Vorzeigeschau, die zu sehen, dabei nur Schadenfreude empfinden, was da immer bei anderen los ist. Seltener was mitfühlen. Bemerken, es könnte bei einem selber ähnlich schlimm sein.

So, in der Sicherheit des Fernsehsessels. Daß keiner denkt, wie es bei ihm selber an derselben Örtlichkeit abgehen könnte, hat er zufällig die Schnapsidee, meldet sich dort an?

Könnte es nicht einem selbst passieren, daß man in den Dreck gezogen wird. Eimer von Spott, über einen ausgeschüttet. Daß die Schenkelklopfer reißenden Absatz finden, toll losgehen, wenn man selber an der Reihe ist, deutlich ins Bild gerät. Nach dem Motto: "Schaut mal, Leute, wie doof der, die ist. Glaubt hier, dafür geeignet zu sein ... Was sagt ihr, würdet ihr den nehmen? Oder die dort? Wie die schon aussieht. Ach ja ..."

Alles bei ihm war nur auf das große Blenden ausgerichtet gewesen. Die Vorführung seiner Luxuswelt der Reichen und Schönen.

Darum drehte es sich auch, sein Geschäft im Hintergrund anzukurbeln. Den Verkauf von in familieneigenen Firmen verfertigten Waren, Gütern, die im Hintergrund plaziert waren. Sozusagen für das Unbewußte.

Leute blenden, verblenden. Natürlich geradezu auch ein religiöser Aspekt. Er ist nun der Kandidat einer Partei geworden, in der viele behaupten, einen Glauben zu haben. Vor allem einen christlichen. Sie, die sich als Wohlhabende und Großgrundbesitzer als Herren und dazu noch christlich fühlen.

Nächstes Jahr, ein großes Starter-Jahr. Diverses richtig am Losgehen. Ab da möchten einige groß auffahren, die Motoren so richtig anwerfen. Vor allem, um zurück in irgendwelche frühere, altvordere Zeiten zu gelangen, wie sie die Welt in solcher prallen Fülle lange nicht gesehen hat.

Welche, die an die Macht gelangt sind, dürfen sich ab da entfalten. Sich mächtig entwickeln. Das nun nach und nach umsetzen, was sie zuvor nur langatmig im ungefähren bei den Reden ankündigten.

Jetzt wird es wahr. Bei der vom Wahlvolk reservierten Allmacht, die totale Mehrheit heißt.

In den US-Staaten hocken fast überall nur die Konservativen an den Schalthebeln der Macht.

Nordamerika im Zeitalter des weltweiten Netzes könnte mindestens zurück in die fünfziger Jahre gehen.

Die fünfziger Jahre. Oder die vierziger?
Auf alle Fälle Zeite von vielerlei Gebet, nicht wahr? Reinster, verlogener Prüderie und mancherlei Intoleranz.

Mit Sicherheit auch sexueller Natur. Oder was war damals?

Daß man sich schon fragt, was möchte man in dem Sinne denn nur irgendwo in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts oder so?

In den Jahren einer einzigen Männerkurzhaarfrisur, langer Frauenröcke, die nach Möglichkeit kaum die Figur betonen sollten?

Groß der Unterschied zwischen Arm und Reich früher. Geradezu zementiert. "Du, dort - ich, da! Ich, Herr - du, Diener! Kapiert?"

Oder will man denn kurz die Epoche einer gleichgeschalteten Autokratie erleben?

Sind die Nordamerikaner wirklich gegen derartiges gefeit?

Gefeit gegen so Entwicklungen, wie sie sich etwa nach der zeitweise freigeistigen, fröhlich beschwingten Weimarer Republik bei den Deutschen ergaben?

 

 

 

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