Zurück in die Zeit
8. Mai 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Man soll sich mit den Rechtspopulisten auseinandersetzen, sie nicht schon mit Worten wie "Nazis" und ähnlichem bezeichnen. Weil sie das am Schluß noch nicht direkt wären.
Dafür allerdings sind sie gut dafür unterwegs. Gut die nützlichen Türöffner, für die mit der Usprünglichkeit.
Sie sagen es andererseits eigentlich ganz sonnenklar: In die Zeit vor Adenauer, Ludwig wollen sie zurück. Eine Zeitreise mit allen Deutschen würden sie gerne dorthin machen.
Frage dabei: Wenn die Jahre damals so waren, glücklich scheint da nicht alles, was war. Wenn Leute das auch wissen, im Grunde genommen, wie sie das denen am Schluß klarmachen wollen, wie toll das damals gewesen sein sollte. Als das war, daß der "Deutschnationale" regierte, der, der der "Nation" huldigte. Von "Blut", "Boden", "Ehre" und so was ewig sprach. Der Krieg scheint doch deutlich auf, dieser sinnlose, bürokratische Massenmord, millionenfach, gerät in die Sicht.
Ein reiner blutiger Willkür-, Unterdrückerstaat. Mit einem bestimmten Führer. Nichts hatte dabei ein glückliches Ende.
Braucht es da schlußendlich nicht auch noch eine eigene Geschichte, die man Leuten darüberhinaus auftischen muß?
Eine Geschichte, die nur ungefähr was mit der Geschichte zu tun hat, die heutzutage an den Schulen gelehrt wird. Sondern nur ungefähr bei denen am äußersten rechten Rand so zu entdecken ist.
Da wird man doch sicher einiges Geschichtsklittern müssen, oder?
Einiges müßte offiziell umgeschrieben werden. Anders dargestellt. In jene Richtung.
Damit der fehlgeleitete Held, der mit seinen Heldentaten den Falschen diente, wieder voller Stolz genannt werden kann. Um nicht als entdeckt bezeichnet zu werden. Die Orden, mit denen manche von ihnen behangen waren, nicht reine Tötungsorden. Daß nicht das Wort "Täter" in seinem Zusammenhang gesprochen wird. Sondern daß der Mut jener Gestalten in den Vordergrund gerät. Diejenigen, in ihrem blinden Gehorsam, zur Gedankenlosigkeit gedrillt, derzeit doch eher negativ besetzt.
Wird man ihrer schließlich bis heute habhaft, stellt man sie vor Gericht, setzt sie auf die Anklagebank. Mit dem Ziel, sie angesichts einer erdrückenden Beweislast für ihr früheres Treiben zu verurteilen.
Statt sie großartig zu verehren, ihnen Lobpreisungen in Liedern entgegenzubringen, präsentiert man ihnen jede Menge Beweise.
-----
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte