Ein Puzzlestück?
27. August 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Was ein tolles Comic-Bildchen!
Ein Türkei-Panzer rast Richtung Stadt mit Milizen-Besatzung. Karacho. Bäng. Bumm. Nur, die Kanzel des Panzers ist andersrum gedreht, schießt nach hinten, wo der Pfeil "Kurden" zeigt.
Und einer der Prachtbauten liebt, solche herausragend, eröffnet so eine Brücke, Jahr '16 nach dem Millenium, die scheint's in das nächste Rekorde-Lexikon kommen wird. Der mit dem Bärtchen, der hat früher ja auch solche Giganten-Bauwerke geliebt: Je riesiger, desto besser. Beim falschen Charlie waren sie immer irre klobig, kantig.
Irgendwie hat so was einen erkennbaren Charakter. Daß eins zum andern paßt. Als wärs ein Puzzlestück.
Die Kurden, die werden dagegen als das übelste Volk beschimpft. Abkömmlinge dieser Bevölkerung, die dem EINEN bloß die gute Stimmung bei der Eröffnung des Protzbaus nehmen wollten. Mit ihrem Selbstmordanschlag da. Diese gemeinsten aller Terroristen.
Nur, die Kurdengebiete, die wirken heutzutage in der Türkei eher wie von der Türkei besetztes Land. Nicht so, als wären hier alle Bürger des türkischen Staates. ER will den Kurden ja auch möglichst wenig Eigenständigkeit gewähren. Türken sollen sie zwar sein, aber am Ende sind sie scheinbarr kaum Türken. Sondern Leute, die nichts als Verfolgung erleben. Der Beruhigungsprozeß damals, der wurde ja von dem derzeitigen türkischen Ober-Herren aufgegeben, weggeschmissen. Seitdem steht hier ein glasklares Bild im Raum. Zum Nachteil aller Kurden in der Türkei. Die Türkei hält Kurdenland besetzt, ist eine Besatzungsmacht.
Wohin das aber noch nur führen soll? Ist es die armenische Spur? Die von Anno '16 letztes Jahrhundert?
Am schärfsten finde ich auch, daß die US-Amerikaner sich wieder mal auf die Seite von jemandem schlagen. Nur wegen des reinen Nützlichkeitsgedankens. Sie bekämpfen da eine Terrormiliz-Organisation. Vielleicht, ohne zu sehen, wo die ihren eigentlichen Kalifen hat. Jedenfalls gibt es da in einer Gegend Wohlfühlfaktoren für solch einen Personenkreis, daß schwerlich zu überblicken ist, wo hier eventuell die Unterschiede sind.
Vielleicht nur der, daß der eine Kalif sich jetzt sicher vor dem anderen niederbeugen müßte, so als Verlierer.
Quasi, er hat es nicht richtig gemacht, da gibt's Bessere, Erwähltere. Die beweisen es Tag für Tag, daß sie alles unter Kontrolle haben, während der Rest sich geschlagen zurückziehen muß.
Frag mich: Was steht gegen ein vereintes Kurdistan? Ein Kurdistan, das alle Regionen, die die Perser haben, die Syrer, die Iraker und die Türken, beinhaltet. Ein freier kurdischer Staat.
Klar, die Perser, die Syrer, die Iraker und die Türken, die hatten Landgewinn. Nur, was fehlt zum Beispiel den Türken dieses Land, wenn dort keine Türken wohnen? Locker könnten sich die Türken doch wieder in die Türkei und auf ihr Kerngebiet zurückziehen. Das groß genug ist. In diesem Teil Kurdistans müßten sie nicht sein, wenn sie die Leute nicht mögen.
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