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Blog von TeddeMehr

Götz ist angesagt

7. August 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar. Was da Leute so treiben, mit sich anstellen lassen.

Also, man stelle sich vor, ich bin mit anderen zusammen einen entbehrungreichen Weg gegangen, um als Flüchtling in der Mitte Europas anzukommen.

Hoppla, vielleicht war alles für mich überhaupt nicht so leidend wie für andere, mit denen ich mitlief. Weil ich mit Geld versorgt war. Genügend. Eine Geldsumme, mit der man mich ausstattete, wie man mich überhaupt gut ausgerüstet und vorbereitet hatte.

Dann lebe ich ein Weilchen in Europa, halte jedoch mittels meiner Telefonie ständig Kontakt zu den anderen, die mir zu meiner Reise verhalfen. SIE, die mich... Weil alles so ist, wie es ist, lasse ich mich schon wegen Depressionen, innerer Ausgebranntheit und ähnlichem in Kliniken behandeln.

Obwohl, ich könnte mir eigentlich auch einfach 'ne andere Karte kaufen, mir 'ne frische Nummer für mein Handtelefon zuweisen lassen. Den Rest: Die können doch nicht denken, daß ich das wirklich für sie anstelle. Warum denn? Sollen SIE doch selber kommen, wenn sie Wünsche haben.

Die haben aber welche für sie erfüllt. Sie sind nun gehorsam geblieben. Haben den Kontakt dorthin nicht abbrechen lassen. Telefonische Ratschläge wurden ihnen ewig gegeben. Tief aus Ferne der arabischen Region. Sie haben trotzdem gehorcht. Blieben dabei, sich fremdsteuern zu lassen. Auf die Ansagen zu hören. Auch, als dann das Letzte verlangt war: die Ausführung der Tat. Mit der Möglichkeit des Todes.

Schließlich ist der Tod auch rasch geschehen. Obwohl man noch so jung war.

Wirklich. Persönlich kann ich nur jedem erklären, der so was gerne von mir abfordern würde, weil er denkt, ich sei sein... Ich sag mal so, daß es da schon Möglichkeiten gibt, was er, sie, es mich mal mit viel, viel Gebet und seligmachenden Erklärungen kann: Den Götz von Berlichingen kann er mich. Den Götz kann er mir machen.

Auch Mozart ließ so was geigen und singen, überraschend nicht eben sprachlich ungeniert, undeutlich.

 

 

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