In diesem Kino demnächst?
12. August 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
August '16 nach dem Millenium. Völkermord im Angebot? Kommt das demnächst in dieses Kino? Wie von anderswo Bürgerkrieg?
Tatsache: Es war von einem Treiben der türkischen Soldateska in den Kurdengebieten schon nebenher, beiläufig was zu vernehmen.
Daß sich Leute verängstigt in Dörfern, kleinen Städten in ihre Keller einsperren. Um sich vor den Grobheiten der türkischen Anti-Terror-Armeekommandos drunten zu verstecken.
Da soll es tatsächlich vorkommen, daß solche Eindringlinge auch in Häuser kommen. Die versperren oben die Türen, daß keiner mehr herausgelangen kann, der von unten vielleicht hochkommen möchte. Dann leiten die oberhalb was mittels Schläuchen hinunter, in die Kellerräume hinein.
Daß der Keller für die drunten zur schlimmen Falle wird.
Schon möglich, das. Daß diese Information stimmt. Trotz des wenigen, das aus den Kurden-Gebieten an die Öffentlichkeit dringt.
Die Türken besetzen jetzt seit dem ersten Weltkrieg Kurdengebiet. Die Kurden wehren sich seit einer halben Ewigkeit dagegen. Und die Türken, die den Kurden nicht viel Autonomie geben, wenn sie den Gebieten schon nicht die Freiheit schenken wollen, hassen die Kurden, Kurden, die sie als nicht Türkischstämmige eher von oben herab behandeln, was man hört. Es soll einen Unterschied zwischen Türken und Kurden geben, obwohl offiziell alles eine Türkei sein möchte. Diese rote Halbmondfahne.
Es wäre am Ende doch gut, wenn nur noch Türken dort leben würden, wo heute auch noch Kurden leben, nicht? Kein Ärger mehr auf alle Fälle. Friede. Türken könnten dort in die Häuser einziehen, wo Kurden wohnen.
Also: die armenische Idee. Die steht als Möglichkeit im Hintergrund. Daß die Machthaber in der Türkei nur auf eine Gelegenheit warten, mit den Kurden das anstellen zu können, was die osmanischen Vorfahren vor einhundert Jahren mit den Armeniern gemacht haben. Da sind auch Türken später in leere armenische Häuser gezogen, haben Landbesitz übernommen. Daß sich bis heute welche erschrecken, daran denken, was wäre, wenn sie zurückgeben müßten. Schließlich: gestohlenes Land. Unter den Nagel gerissen.
Natürlich könnte dann auch wieder in den türkischen Geschichtsbüchern drinnenstehen, daß die Kurden sich selber zur Abreise entschlossen hätten, zur Abtretung von Eigentum. Ehe man sich auf den Weg begab, den Gang über die Grenze. In ein Nachbarland. Oder sonstwohin.
Der historische Beleg in den türkischen Geschichtsbüchern für die Schulkinder: alles nicht schlimm. Türken waren beim Marsch als Begleiter dabei, daß es niemandem an viel fehle. Von "Opfern" könne man wohl nicht sprechen. Eher von den Strapazen eines langen Fußmarsches.
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