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Blog von TeddeMehr

Die Gewandung der anderen

3. September 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

 

Mitunter ist Politik auch eine Schauveranstaltung.

Man muß bei Politikern, weil es ja um ernste Dinge geht, nur aufpassen, daß man da nicht auf zuviel Schau hereinfällt.

Wenn welche nur gewählt werden wollen, sonst nichts. Sonst nichts Gutes mit dir im Sinn haben.

Wie die von rechts.

Und je weiter rechts was ist, um so schlimmer, böswilliger sind sie.

Die Europaregion Deutschland hatte dieses Erlebnis ja eigentlich schon.

Die Nationalsozialisten, Nazis waren schließlich Rechte.

Da ist die Bevölkerung auf einen und seine Partei hereingefallen. Den haben viele gewählt. Seine Partei konnte an die Macht gelangen, weil andere erzkonservative Bürger-Parteien das mit der Machtergreifung zustande kommen ließen.

Als Wahlkämpfer war der auch groß unterwegs. Immer fleißig im Flieger. Dauernd in Zeitungen abgebildet. Der Wahlkampf von Stadt zu Stadt war seins, während sein Büro eher verwaist blieb.

Auch heute noch wollen welche dir was vorgaukeln. Ihren Fleiß, ihre viele politische Arbeit. Obwohl sie nur Schein-Kümmerer sind. Schein-Besorgte. Heiße Luft, kaum was dahinter.

Vor allem, für nötige Schlagzeilen zu sorgen, das geht oft besser als anderes.

Das letzte Beispiel für so was, war eine, Mitglied einer Neu-Rechten-Partei, die derzeit irre komisch angesagt ist in der Europaregion Deutschland. Eine Dame, die als Mitglied dieser Partei in einen Landtag hineingewählt wurde. Irgendwie.

Für ihren Auftritt hatte sie eine Burka gewählt. Eine Burka.

Hat damit anscheinend auch für Aufregung, Empörung gesorgt. Vieles, was zuvor bestimmt beabsichtigt, vorausgedacht war, hat es für sie gegeben.

Nur: Wie fern ist solchen Leuten eigentlich eine Burka?

Eine Burka ist in jener Religion ein Zeichen für eine besonders religiöse Frau. Ihre Meinungen: sehr konservativ, was das alltägliche Leben angeht.

Mit der Burka zeigt sich eine im Islam tatsächlich nicht nur herausragend gläubig, sondern auch als erzanständige Frau. Eine, bei der alles so ist, wie es die Religion und das religiöse Gesetz verlangt. Ihre Ehe: vorbildlich. Ihr Gehorsam gegenüber ihren Ehegatten.

Ähnliches möchte so eine, von rechtsaußen drängelnd, doch auch der Welt vorzeigen. Ihre Hochannständigkeit. Als Ehefrau ebenso. Haus, Hof, Kinder. Ewige Bürgerlichkeit. Recht und Gesetz. Eheliche Treue zu ihrem einen Mann. Mütterlichkeit. Fürsorglichkeit. Familie: an erster Stelle.

Schwul, lesbisch, wenn möglich nicht. Das gehört sicher nicht in dieses Weltbild.

Also: Im Grunde gibt es nicht viel Unterschied zwischen der einen und der anderen, die da eine Burka im Ernst trägt und der zweiten, die sich die Burka schaudernd zum Spaß angezogen hatte. 

Bei beiden Damen schiffriert sich manches. Größte Übereinstimmungen. Mehr als einige vielleicht so denken, angesichts des spaßigen Auftritts.

Die Burka, die gehört nur nicht ins westliche Selbstverständnis. Deshalb hat die eine die Burka feixend bald wieder ausgezogen. Sich an der Erregung um sie herum erfreut. War zwar nicht Fasching, alles aber doch gut, für die baldige Wahl im September im Jahre '16 nach dem Millenium.

 

 


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