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Blog von TeddeMehr

Der Ball mit dem internationalen Flair, gegenüber dem, dem anderen ...

10. Februar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Das war also der echte Opernball. Der wahre Jahr '18-Opernball.

Nicht jener falsche. Der den Schein erweckende Spuk-Ball in der Wiener Hofburg. Auf der austrianischen Bodenfläche oben. Wo der Planet exklusiv trist ist. Im Wienerischen. Als wäre dort irgendein "Schmäh" wo zu entdecken.

Jahr für Jahr kommen nun seit längerem so abstruse, kaum mit angenehmen Worten benennbare Burschenschaftler, Studentenverbindungen, in die Wiener Hofburg. Daß das eigentlich nicht zu glauben ist, wie das da so zugeht. Im Wiener Planetarium. Es drinnen zugehen kann. Man kennt sich doch. DAS. Ganz genau.

Zwar herrscht für die in der Wiener Hofburg die Ansage, besser nichts von keinem Treiben, selbst dem harmlosesten, zu fotografieren. Nicht direkt so Selbstbildnisse, Filmchen mit Hintergrundgeräuschen von und mit sich etwa in einer "Netz"-Welt zu verbreiten. Wie ebenso keine Presseleute eingeladen werden. Oder sonst anständig was von Film, Funk und Fernsehen größer Beobachter sein darf..

Trotzdem gab's direkt weltweit was von dem Planetengrund zu erfahren: Gesungen wurde unter anderem in der Wiener Hofburg überdeutlich. Die Wiener Hofburg, sonst der Sitz des hohen austrianischen Bundespräsidenten. So unsäglichstes Liedgut klang, dröhnte, mittenrein in jeden Winkel des "altehrwürdig" benannten Gemäuers. Wie durchaus bereits ab und zu während vergangener Jahre ebenso. Bloß, diesesmal war DAS irgendwie besonderer als früher.

Fern jedes Begreifens könnt's sein, wo so was Singen für einen Studierten eigentlich herkommt. Aus welcher Suhlkiste man das trotzalledem hervorzuziehen vermag.

Da müssen die einzelnen Seiten des Gesangsbuches eigentlich großflächig riechen. Daß kaum was Gestank zu parfümieren ist.

Daß von einem Liedblatt auch dieses Parfüm wegging, nach überallhin rumschwebte, davon durfte allerdings alle Welt Kunde kriegen. Allen Vorsichtsmaßnahmen, vorherigen Ansagen zum Trotz. Was Duftnote! Ein Gas war, daß es eigentlich zum Davonlaufen für jedermann wäre. Aber es wehte ein Wind, ging um; jeder klare Sinn, der ward entweder betäubt. Oder er war eins geworden mit dem Geruch.

Es heißt zwar immer, Mädchen, Frauen, die hätten feinere Nasen. Daß Weiblichkeit schon widerwärtig was fürchterlich ins Näschen steigt, was Männlein nicht unbedingt so in der Wahrnehmung haben. Nur, nun, es scheint nicht viel Empfindlichkeit gegeben zu haben. Nirgends in der Wiener Hofburg. Es war mitzubekommen, die auf dem Burschenschaflter-Ball in der Wiener Hofburg, die waren überreichlich beweibt. Jede Menge Bräute an ihrer Seite. Eine gewaltige Auswahl an Weibsleuten. Solche, die mit den Kerlen rechtsherum tanzten. Anscheinend überall bei allem mitlachten. Tja, was Fülle an Witzen, die zum Lachen bringen kann. Nur eben DIE, jener Burschenschafts-Socken. Will man wissen, über was DIE lachen? Das an sich wahrnehmen, daß man mitlachen könnte?

Manche junge Dame nebenher gleichfalls Studentinnen ... Ebenfalls Studentinnen am "Akademiker"-Ball. Keine dabei, die was durcheinanderbrachte? So Orte verwechselte? Nämlich etwa die Tatsache, daß DAS in der Hofburg nicht DER Opernball war. Sondern total anderes. Beiläufig was regelrecht Komisches. Mit so übelst Scheinuniformierten in der Umgebung, wichtigtuerischen Schärpen- und Mützenträgern. Bei einer fast wie geschlossenen Gesellschaft. Bei all den aufgeregten Ansagen im voraus. Lediglich das Ambiente, das stimmte: die Wiener Hofburg. Ansonsten ...

Sonst hatte das in der Wiener Hofburg doch nicht das geringste mit dem Wiener Opernball zu schaffen. Eher war das an der Wiener Hofburg was aus der tristesten Unterwelt, Unterirdischstes, das die Wiener Hofburg aufsuchte. Weit, weit untendrunter. Nur dem Namen nach "akademisch". Wohl eher "epidemisch". Das Abziehbild von Dingen eines "Akademikers". Nichtsdestotrotz sind das akademische Titel dann, die DIE schmücken werden. "Doktor" und so DAS. O ja, Mengele, der war ein Doktor, ein Studierter. "Doktor" Mengele müßte man immer schreiben, von IHM. Nicht bloß immer ihn so einfach Mengele heißen, als wär man gemein mit IHM. Mengele, das war ein Arzt. "Doktor" Mengele!

Das war denn das Tolerierte in der Wiener Hofburg, dem späterhin hinterher aufgeräumt wurde. Wohingegen, das im Operhaus: in dem ist alljährlich weite Welt. Die weite Welt, die den Wiener Opernball besucht. Leute aus aller Herren Länder. Alle möglichen Hautfarben, Sprachen. Mancherlei internationale Prominenz. Schauspieler, Opernsänger, Musiker. Überdies Wirtschaftsobere, Politiker und so fort. Presse, Fernsehen allüberall. Am Wiener Opernball konnte man zufällig gefilmt werden. Und es hat sicher keine Nachfragen gegeben, deswegen. Außer, daß schnell zuzugeben war: Man war das, war auf dem Wiener Opernball ...

Wohingegen ...

Eins war auffällig, diesesmal im Jahr '18. So andere "Prominenz", als "lokal" zu bezeichnen, an der mangelte es dem Wiener Opernball des Jahres '18 eher. Von einem, der das in Wiener Hofburg bei den Burschenschaftlern mit deren Gesangseinlagen doch eher als Besonderes und erträglich fand, ist lesbar, daß er in diesem Jahr '18 dem Opernball fernblieb. Nichts dort hatte er nötig,. Im Gegensatz zum Jahr davor. Statt dessen, daß er mal dem Familienleben frönte. Die angeheiratete Frau und die eigenen Kinder. Distanziert vom aufgeregten Trubel der Welt. Auf dem Berg droben. Einsame Bergwelt. In der, daß er sich aufhielt. Berghütte. Wald, Gesträuch rundherum.

Nur das Nötigste an Abgesandte, daß Bestimmte zum Jahr '18-Opernball hinschickten, geradezu wie knapp dazu "abgeordnet". Dorthin, wo die Paare linksherum tanzten, rechtsherum. Flotter, anstrengender Tanz. Für den die Tanzenden wochenlang geübt hatten.

Verpönt war bei DENEN der rechten Last dieses Jahr, Jahr '18, der Wiener Opernball. Oder ..? Oder SIE waren ein wenig dazu aufgefordert ...? Von wegen des austrianischen planetenweiten Ansehens und so ...  Nächstes Jahr, im nächsten Jahr würde man aber sicher wieder hinkommen, dorthin, auf den wahren Opernball, sagte der eine an, als man ihn nahe seiner Hütte anfragte. Schließlich, daß nach IHM geschaut werden MUSSTE.

Wirklich, es war zu erfahren, bei dem Umtreiben an der Wiener Hofburg ging das Geschehen bis tief in die Nacht. Aber auch am Wiener Opernball lief die Geschichte fast bis in den frühen Morgen. Nur, ob dort wo so Gesänge aufklangen? Dieses unsägliche Liedgut des Hinterletzten aus dem unnützesten Vorvorgestern. Finsterste, unausgeleuchteteste Tage mit ihren Fallstricken, für die, die damals als Reichsbürger gefoppt wurden ... Währenddessen die Tage seit dem Millenium weiterhin beste Helligkeit bei der Betrachtung jener Ära herrschen müßte. Das Wenigste, das einem nicht hell erleuchtet aufscheinen könnte, gesicherte Vorgänge.

Jenes scheinakademische Volk, DAS in der Wiener Hofburg, demnach viel beweibt. Daß sich nachfragen läßt, Wo könnte eine wohl besser trunken sein? Auf dem einen wahren Wiener Opernball? Oder da die Stunden bei irgendeinem Geschehen in der Wiener Hofburg?

Wenn man sich vorstellt, daß auch auf der Wiener Hofburg so Bräute traut in Männerarme sanken. Ob man sich da, in dem Sinne, nicht besser für den echten, einzig wahren Wiener Opernball aufgespart hätte? Statt auf der Wiener Hofburg Figuren als weibliche Staffage für die Prahlerei zu dienen ("So viele Weiber bei uns, guckst du?"). So oberseltsamsten Burschenschaftlern nicht hier anständig zu beschreibender Unausstehlichkeit. Jenseits von normalen Jungs. Die nichtsdestotrotz in sich auch noch einen "Akademiker" sehen. Daß sich die Frage stellt: Das sind Studierte? Echt wahr, "Studierte"? An welchen Universitäten "studieren" SIE denn? Wenn DIE ... Dann muß der "Doktor" billig sein.

 

 

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