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Blog von TeddeMehr

Schmalhans bei Devisen ließ man plötzlich im Westen Langhaarige reisen

29. Dezember 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Hat sich schon wer die Frage gestellt, was das "DDR"-Regime eigentlich mit Langhaarigen und experimentierfreudigen Klangforschern zu schaffen hatte?

Trotzdem traten da glatt welche von Staats wegen an so die heran, erlaubte denen Dinge. Ungeachtet all dem abwertenden Gerede, das man denen gegenüber jahrelang an den Tag legte. DIE gingen doch tatsächlich dann im Westen als "DDR"-Gruppen auf Städtereisen. Während man sich daheim, offen oder versteckt, mit Figuren herumprügelte. Tatsache, nicht nur vom britischen "Punk" kriegte man in der ehemaligen "DDR" einiges ab. Sondern noch viel mehr von der Begleitung des "Punks", dem "Skinhead". Von diesen Glatzköpfen, die gleichzeitig mit denen des "Punks" größer in Erscheinung traten. Den "Punk", den DIE begleiteten.

"Punk" und "Skinhead", eine Seuche in der "DDR". Trotz allem der "Stasi", all dem, daß Polizisten in der "DDR" leicht mit dem Schlagstock Auftritt haben konnten. Fast alles verschlimmerte der "Skinheads" und seine Art der vorurteilsbehafteten Gewaltausübung. Mit jenen einer rechtslastiger Gesinnung war dermaßen viel los, daß der geheime "DDR"-Staat noch größer was vor der Welt zu verbergen hatte.

Soviel ging da ab, daß man alles mögliche unternahm, so Vorgänge vor denen im "Westen" zu verschleiern. Vor allem das mit allzuviel medialer Aufmerksamkeit, das dahingehend mißfiel. Man wiegelte ab, bei sich in den Regionen und jenen da so westwärts. Von daher erfuhr man noch weniger was Genaures. Schließlich konnte man die Sicht nicht so brauchen, daß die eigene Autorität bei sich die Polizeiart anmaßenden "Skinheads" ziemlich unterminiert wurde. Daß manches sogar so weitreichend war, was sich abspielte, daß Staatsbeamte bis hin zu Stasi-Abgesandten vernünftig mit so Regional-Zellenführern aus dem "Skinhead"-Lager zu reden versuchten. Selbst Vereinbarungen, daß man da mit so Anführern traf, Absprachen sich leistete. Nur, damit oberflächlich die relative Ruhe im Land mit seinen Gebieten gewährleistet blieb.

All das ereignete sich, währenddessen im Westen nebenan so bei den ebenfalls Deutschsprachigen auf der anderen Seite der hochragenden Mauer die "Hippies" herumreisten. Die, die man jahrelang "ungewaschen" oder sonst was nannte. Die durften unvermittelt raus- und rübermachen, den "DDR"-Staat repräsentieren. DIE, die sich zumindest die Haare herfönen ließen; zu ein klein wenig was Dauerwelle, wo eigentlich nichts dergleichen war, konnte man sie überreden. Zum "Spitzenschneiden". Zu einer "Frisur". Die Begleiterinnen der als Musikgruppe Reisenden, die schminkten an den Burschen rum, öffneten für sie Kleider- und Stoffekoffer, über deren Inhalte sie genau Bescheid, ebenso wie über das Selbernähen. Daß sich Typen auch mal anderes anzogen als eine einzige Hose. Nicht ständig aussahen, wie sonst immer üblich. An ihren Musikinstrumenten. Wie immer sie der Beleuchter mehr oder weniger farbig ins Licht setzte. Großartig tanzen, rumhopsen wollten sie nicht, auch wenn sie dazu aufgefordert waren.

Mit denen, die noch bei den Langhaarigen, den Spät-"Hippies" rummachten, "blind", "taub" für neue Mode, wollte man was erwerben. Vor allem Devisen. Frisches Geld. Mit den "bunten Vögeln", den "Noch-Hippies" überlegte man sich das. Als hätte man selber auch nur das mindeste mit denen zu schaffen. Mit diesen, mitunter auch noch fürchterliche Musikexperimentierer; nicht anzuhören. In der Lage waren die, Westpublikum urplötzlich zu irritieren, weil da Gitarren aufkreischten und rasend wurden. So das Tasteninstrument, alles andere als gemütlich piano, es fauchte einem daher. Das mit dem Schönsingen war ebenfalls lange Minuten vorüber. Der "Hit", der ließ auf sich warten. "Möchtest du, daß wir wieder zurückfahren, in die DDR? Morgen sind wir wieder in der DDR, wenn du das so meinst. Kein Problem für uns."

So welchen erlaubte man was, die gingen überraschend rüber, gelangten jenseits des "DDR"-eigenen irre hohen Mauerwerks. Das die Grenze ziemlich bildete. Während daheim bei einem was in der "DDR" eine Kleinigkeit umging. Ein böser Spuk, den man lieber keinem deutlicher als nötig präsentierte. Erst mal das, das "Punk" hieß. Rasch verbreitete sich die Mode des "Punks" in der "DDR". Den "Punk", den ein noch mieserer Charakter begleitete. Die "Punks", die haßten den "Skin" und umgekehrt, obwohl sich das manchmal nicht genauer sagen ließ, wer gerade wer war. Wer war ein "Punk"? Wer ein "Skin"?

Das der "Skinheads" haute mächtig rein in der "DDR", zog eine breite Schneise durch die "DDR"-Regionen. Daß das echter Schmuck war, das mit denen mit den längeren Haaren, die drüben in der "Westrepublik" rumfuhren. Sie, Leute mit längerem Haar, die relativ vernünftig und gebildet daherzureden vermochten, angenehme Gesprächspartner waren für Reporter von Funk und Fernsehen. Währenddessen das fast nicht zu fassen war, was sich "drüben", in der "DDR"-Heimat, abspielte. Wo jemand mit anderer Hautfarbe, wer eines "kommunistischen Bruderstaats", ein Student oder "Gastarbeiter" um sein Leben lief. Gejagt von den "Skinheads", die zuvor noch den "Punk" gegeben hatten.

Die Langhaarmusikgruppen waren Repräsentanten eines "DDR"-Staates. Ein Personenkreis, der im Grunde so überhaupt nichts mit irgendwas des Üblichen in der "DDR" zu schaffen hatten. Bei den Partei-Oberen kamen sie schon gar nicht vor. Bei jenen mit der autokratischen Staatsausrichtung waren sie verpönt. Wegen der Autokratie und dem, daß mancher "DDR"-Staats-Obere sich ab und an auch ziemlich gut mit den "Skinheads" und Normalo-Rechten verstand. Die, die nicht "Punk" waren, die hatten mancherorts in der "DDR" bei Bestimmten einen ziemlichen Schlag. Mit diesen politisch rechtsdrehenden Gestalten plapperte man traut daher. Die bevorzugte man daheim, waren einem echt viel lieber als jeder der "drüben" westlich städtereiste. Das Geld, das sie dabei einspielten, das war es allerdings. Für die von der einen Staats-Partei. Sonst wollten die "DDR"-Ansager von denen nichts. Als daß hier Devisen-Beschaffer unterwegs waren. Diese Langhaarigen, ziemlich verschieden zu dem Ganzen, das eher das allgemeinen Geschehen in der "DDR" war. Bei den "Punks" und den "Skinheads". Die "DDR", das war denn kein "Hippie"-Staat. Gestattete nicht viel Freigeist. Außer, wenn sich mit so was wie solcherart aufmüpfigen Musikanten Geld erwerben ließ. Geldscheine, die waren mit ein paar dieser Gruppen, die nicht so aussahen und rüberkamen, als wollten sie morgen zuviel zu den "Punks" und "Skinheads" rübergehen. Sie waren es, die es im Westen zu Beliebtheit brachten. Außerdem schien man das zu bevorzugen, die auf Reise zu schicken. Das andere beließ man lieber bei sich hinter der hohen Mauer, hoffte inständig, daß da nicht genauer aus dem Westen zu einem rübergeblickt würde. Sonst wäre höchstwahrscheinlich nur noch von Opferzahlen, Toten die Rede gewesen. Und dem, daß man doch Überblick haben sollte.  Darüber, wer gerade "Punk" war. Oder ein "Skinhead".

 

 

 

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