Wolkig, nebelhaft
Anscheinend sind hier am Sternenguckerhimmel Wolken, Nebel in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Vermehrt guckt man als Wissenschaftsmensch nach den wolkigen, nebelhaften Strukturen bei den Galaxien.
Vielleicht hat das was mit den Quasaren zu schaffen, die man zum Vorschein brachte. Einen Quasar hat man letztens, Jahr '19 nach dem Millenium, medienwirksam erwähnt. Daß der mit eins Komma fünf Milliarden Sonnenschweren vor circa zwölf Milliarden Jahren am Lichtstreckenbewältigungshorizont zu blicken sei.
Dabei hatte der Quasar die Struktur einer Spiralarmgalaxie. Daß dieses gewaltige Ding, jener Quasar, zu den Galaxien dazugerechnet werden kann.
Eine unzweideutige Galaxien-Ansicht hatte er, der Quasar. Allerdings eine von unvorstellbarer Dimensionalität. Über mehrere Hunderttausende von Lichtjahren hinweg.
Was des weiteren dann überlegenswert sein konnte? Der Quasar zeigte sich als ein klar definierter Körper. Voll diszipliniert. Sportiv. Wohlgebaut. Streng strukturiert. Ruhig, finster, unbelästigt von irgendwas, das Schwarze Loch. Ziemlich schwierig, von außerhalb an das eine ranzukommen, da das im Zentrum anzugreifen.
Äußerlich ganz eine Galaxie mit der altbewährten Vorliebe zur Spiralenausformung, der Quasar. Allerdings eine Galaxien-Übergröße.
Das gigantomanische Schwarze Loch des Quasars grenzte sich bei eins Komma fünf Milliarden Sonnenschweren an Gewicht ziemlich von seiner Umgebung ab. Hier, das Schwarze Loch, dort der ganze Rest bei Sonne, Mond und Sternen.
Eine beruhigte Szene, alles an dem Quasar.
Der gigantische Stasisfeldkörper, das Käscher-Dings, das es massiv zu was gebracht hat. Um doch sich in der einen unzweideutigen Gestalt zu zeigen. Die Spiralenformgebung einer Galaxie für sich zu bewahren.
Ganz anders da die Nebel, Wolken. Die Nebel, Wolken, die sich ebenfalls bei den Galaxien vorzeigen. Den Galaxien werden die Nebel, Wolken dazugerechnet. Die Nebel, Wolken, sie scheinen da der Spirale als allgemeingültige Galaxien-Struktur nicht notwendigerweise den Vorzug zu geben. Wie sie selbst noch dieser Quasar, trotz seiner Monströsität, gerne hat.
Als Wolken, Nebel legen sie auf verschärftere Strukturierung wenig wert. Sie haben scheinbar kein sonderliches Interesse an Disziplinierung. Die Spiralgestalt, rechts-, linksdrehend, das der handelsüblichen Galaxien, die bedeutet den Nebeln, Wolken nicht allzu viel.
Wie es ausschaut, können sie auch als unstrukturierter Nebel, Wolke mit allen Begebenheiten zurechtkommen. Überlegt man sich beispielsweise den Maßstab, in dem es etwa in der einen Kleinen Magellanschen Wolke blitzt und grell zugeht. Das ist groß, bereitet allem aus der Geisterteilchenwelt Eintreffenden bösen Schmerz. Daß man fast meinen könnte: Ist doch schnurz hier - was macht man sich unter Galaxien eigentlich so Umstände mit einer Spiralform, wenn eine Geschichte auch anders ganz gut klappt?
Spiralgalaxien, Quasare, Wolken, Nebel, Galaxien-Haufen - es ist immens was los, auf den weitläufigen Galaxien-Straßen. Die unterschiedlichsten Gefährte, die in höchstem Tempo auf den intergalaktischen Streckenführungen herumturnen.
Bloß, ist das eine oder andere dabei noch eine Galaxie? Oder - was für eine Bewandtnis hat es mit diesen oder jenem, so bei den Wolken, Nebeln? Beispielsweise die Große Magellansche Wolke, die sich demnächst hier am intergalaktischen Markthof die Milchstraße vorknöpft. Eine Wolke, die eine einwandfreie Galaxien-Ausformung mit Spiralarmen - die Milchstraße - angreift. Erst mal wird da was im Vorbau der Großen Magellanschen Wolke, eine der beiden Kleinen Magellanschen Wolken, in die Milchstraße einschlagen. Ehe dann, sind die Milchstraße und eine Kleine Magellansche Wolke erst besser miteinander zugange, die hinterhergelenkte Große Magellansche Wolke herangeschwappt kommt. Die Große Magellansche Wolke, die mit den Kleinen Magellanschen Wolken mit einem gravitatorischen Band verbunden ist. Ein Band, das die Milchstraße mit ihrer Gravitation lediglich dehnen, weiten konnte. Ohne es dazu bringen, daß da jenes unsichtabere Gravitationsband zwischen Kleiner und Großer Magellanscher Wolke zerreißen hätte können. Die eine Kleine Magellansche Wolke zu vereinzelnen, dazu war die Milchstraße nicht in der Lage; nur zum Weg- und Heranzerren reicht die Anzugsmacht der Milchstraße. Womit die Kleine Magellansche Wolke der Großen Magellanschen Wolke echt den Weg weist, den zur Milchstraße hin. Über die Milchstraße, daß sich die Große Magellansche Wolke nach ihrem Eintreffen bei der Milchstraße drüberstülpt. Alles ganz einfach.
Das bei Sonne, Mond und Sternen der Milchstraße hat die Große Magellansche Wolke ab dem Moment denn sicher. Nur, was mit Sagittarius A passiert, das ist durchaus offen. Sagittarius A, das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße, danach läßt sich fragen. Erstickt die Große Magellansche Wolke, in die die Milchstraße ein paarmal reingeht Sagittarius A? Oder wird dafür gesorgt, daß Sagittarius A den Sonnenschweren des Schwarzen Lochs im Zentrum der Großen Magellanschen Wolke anteilig wird? Oder - was soll an dem Platz ein Geschehnis sein?
Richtiggehend ein echtes Kampfmittel eines Gegners, Widersachers, die Große Magellansche Wolke, die selber Galaxie genannt wird. Alle Voraussetzungen einer Waffe gegen Galaxien hat so eine Giganto-Wolke wie die Große Magellansche Wolke mit. Den unterschiedlichsten Galaxien kann was wie die Große Magellansche Wolke den Garaus zu bereiten. Schließlich kann die Große Magellansche Wolke mit seiner Ausdehnung auch damit noch zurechtkommen, wenn Sagittarius A, das Schwarze Loch der Milchstraße mit seinen fünf Millionen Sonnenschweren, mitten im Wolken-Innern verzweifelt. Wenn Sagittarius A was unfreundliche Zustände bei sich mitkriegt. Etwa jene in der Weise, daß einem Schwarzen Loch der Nachschub abgeschnitten wurde. Daß Sagittarius A eine Begebenheit droht: der Erstickungstod. Daß Sagittarius A dem Untergang geweiht ist. Womit sich ein Schwarzes Loch im letzten Moment noch zu einem letzten Hurra, einer Selbstsprengung, entschließen könnte. Zu einem letzten aufmüpfigen Impuls, da all diese bei sich angesammelten massiven Sonnenschweren hochgehen zu lassen. Peng! Eine Kleinigkeit, die natürlich Auswirkungen auf jede Umgebung hätte. Wenn sich fünf Millionen Sonnenschweren oder mehr zur Detonation bringen, da geht was ab hier. Einzig und alleine, so innerhalb der Großen Magellanschen Wolke, könnten die Auswirkungen gedämpfter sein. Daß die Schockwellen außerhalb nicht über allzu weite Distanzen tragen. Nicht so, wie es wäre, würde so ein Schwarzes Loch ohne Ummantelung auf freier Fläche hochgehen.
Was sind die Wolken und Nebel also? Was hat es mit ihnen auf sich?
Sind sie fremdgesteuerte Galaxien? Von einer Gegnerschaft übernommene Galaxien, nicht länger selbstbestimmt? Sondern unter Kontrolle?
Als Galaxien haben die Wolken, Nebel wohl ebenfalls Schwarze Löcher in der Mitte. Nichsdestoweniger greifen sich hier Galaxien gegenseitig an, Galaxien, die woanders miteinander befreundet auf der Fahrt sind. Nicht nach dem Zeug des Nachbarn greifen, es ist schlußendlich genug für jeden da.
Trotzdem kommt die Große Magellansche Wolke angeknattert, sich alles von der Milchstraße einzuverleiben. Brutal. Galaxien-Kannibalismus in Reinkultur. Die Milchstraße, vom Galaxien-Hof soll sie voll verschwinden, als hätte es sie nie gegeben.
Überlegt man sich das, dazu eine kriegerisch-feindselige Auseinandersetzung in den unendlichen Weiten des Kosmos - sind die Wolken, Nebel dann das Werkzeug einer Gegenseite?
Etwas, mit dem die Seuche Galaxien auf den Galaxienstrecken mühevoll mit bekämpft wird? Vergleichbar mit dem, wie wenn jemandem einer irdischen Ärzteschaft einfällt, einen Virus in einen menschlichen Körper einzuschleusen. Um mit diesem nützlichen Virus einen freischaffend mörderischen Virus zu bekämpfen. Mit der Absicht, da eine Plage für die Menschenwelt einzudämmen.
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