Zart im Knall (Kontrollierte Sprengung)
Anfang März des Jahres '20 nach dem Millenium was von einer Schwarze-Loch-Explosion irgendwo im Nirgendwo des Universums gelesen. Knapp aus dem Lager der umwölkten, komischen Sternenguckerfraktion. Leute, die DAS zum Brotberuf haben, daß es eine Mehrheit unter ihnen selbst zum Urknall bringen hat können.
Ein Böllerchen wird da im Heute auch in Textzeilen besprochen. Eins, das quasi gedämpft und wie in Zeitlupe abläuft. Ein Schwarzes Loch geht hoch, und es wirkt der Umfang fast, als sei da was vor, das den Böllerschlag zart wirken lassen möchte. Wie nach der Art einer kontrollierten Explosion auf Erden. Etwa bei einer Weltkriegsbombe. Die möglichst wenig Schaden an den Gebäuden der dicht besiedelten Umgegend anrichten soll, nachdem man sie nicht direkt entschärfen kann. Zur Sprengung vor Ort mußte man sich entscheiden, hat da im Vorlauf einiges unternommen, daß Fensterscheiben heil bleiben, Mauern keine Risse zeigen ...
Das Artikelthema, da knallt was von einer Schwarze Loch-Dimension in der Gegend rum, und von dem einen explosiven Knall soll nach Möglichkeit nicht viel gemerkt werden. Wenigstens nicht in der Umgebung, dort, wo die steten Schockwellen tief reinfahren könnten, irre weit, viel zu weit noch tragen. Mit vielerlei Aus- und Nebenwirkungen. Ist das das Böllerchen allerdings verlangsamt, abgemildert, kann jeder sich vorstellen: zu weit trägt da nichts. Das mit der hervorgerufenen Unruhe in der Landschaft rundum ist gering, Alles Okidoki, wenn da eine gewisse Dämpfung am ultimativen Knall-Vorgang vorgeschaltet ist. Trotz eines Sprengunternehmens, bei dem es gewöhnlich abgeht, wie bei einem Blitzeinschlag. Vom Donner gerührt. Zerstörung im ganz großen Stil. Und da erst das, stellt man sich das nur mal vor, das mit grundsätzlichen zig Sonnenschweren eines größer dimensionierteren Schwarzen Lochs. Da ist nichts irgendwie ein Pappenstiel. Da hat sich was gewaschen. Wie bei Atombombeneinschlägen auf Erden wo.
Wer aber könnte ein Interesse daran haben, sich Schwarze Löcher jedweden Ausmaßes vom Hals zu schaffen und wenig Folgeschäden durch eine Böllerei bei den Sonnenschweren davonzutragen? Wer könnte sich dergleichen wünschen? Antwort: eine unerfreute Gegenseite. Ein Widersacher. Ein Feind. Eine zweite, dritte Macht, für die die Schwarzen Löcher eine boshaft schlimme Seuche sind. Irgendwas, wie ein sich selbst replizierender Virus für die der Menschenwelt. Etwa HIV. Sars. Das Korona-Virus.
An sich eine Betrachtungsweise, die sich nicht von der Hand weisen ließe. Bei Sonne, Mond und Sternen hat jede Galaxie die Vervielfältigung an sich mit inbegriffen. Schließlich sind die Schwarzen Löcher Sonnen-Geburten. Aufsummierte Sternenleichen sammeln sich bei den Sonnenschweren an. Altern Sonnen, nährt sie nach und nach nichts mehr größer, kommt es zu guter Letzt zur Super Nova. Und dann, nach der einen Explosion, fällt das meiste des Davongeflogenen durch die Sonnenschwerkraft zu dem Stern zurück. Dessen Schwere nun kein Planetensystem mehr friedlich zusammenhält, sondern anders zu wirken anfängt. Die eine explodierte Sonne ist der Anfang: eine Sonnenschwere. Eine, deren Schwerkraft bloß mehr anzieht, auf sich zu- und gefrässig in sich hinenreißt. Diese Gravitationskraft des einen Vergangenheit gewordenen massiv-nuklearen Sonnenkörpers, die fängt an, sich erst mal an den Planetenresten seiner unmittelbareren Umgebung zu nähren. Da all die Massivware an sich herzuzerren und sich mit der Zeit einzuverleiben. Bis da was nicht länger ausreicht. Der Horizont, der wird erweitert.
Das mit der Anziehung des früheren Sterns, mit der hört es so gar nicht mehr auf. Bis das, das mal eine scheinende Sonne war, selbst noch nach seiner Lichtjahre entfernten Umgebung zu greifen beginnt. Zu den Nachbarsternen züngelt die Schwerkraft der toten Sonne hin, mißt sich da mit was. Daß es da auf die Kraft einer systemischen Sonne ankommt, wie sie da was bei sich wahrnimmt, wie nachgiebig sie ist, wie nicht.
Jedenfalls heißt es von Alpha Centauri, daß von Alpha Centauri aus Macht ausgeübt wird. Eine, die über zig Lichtjahre hinweg wirkt und bereits begonnen hat, da was Umgebungskonstellationen zu verändern und umzuorientieren. Auf Alpha Centauri, daß sich da einiges der nächsten Spiralarmumgegend der Milchstraße zubewegt.
Wahrscheinlich änderte sich das Ausmaß der Anzugskraft Alpha Centrauris ganz einfach dadurch noch mehr, daß sie irgendwann einmal eine zweite Sonne zu sich dazurufen konnte. Dadurch hat sich da die Anziehungskraft nochmals erhöht, und das ist um so prekärer hier die Spiralarmgegend der Milchstraße, weil sich massiv Sternenreste im Spiralarm-Lokal aufhalten. Tote Sterne, die sich die eine Herrschaft dort, die bei Alpha Centauri, langsam heranholen kann. In Jahrmillionen gibt es dafür zig Möglichkeiten, noch mal schwerer, mächtiger bei den Sonnenschweren zu werden. Das regionale Spiralarmklima ist für so etwas äußerst günstig. Selbst der Erdstern findet sich in ein paar schnöden Millionen an Jährchen denn im System Alpha Centauri ein, stellt sich dort im Rund allem Wartenden hinzu, um ... Um ein Teil dieser neuen Sonnenschweren-Kiste namens Alpha Centauri zu werden. Der Nachwuchs, der findet sich bei Alpha Centauri. Die eine Mitte, die ist Alpha Centauri. Alles geht, damit alles bei dem einen Dingelchen im System von Alpha Centauri, das zuerst ein Wurm-Löchlein war, noch mal besser mit sich über die Runden kommt.
Was das bedeutet: Aus dem bei Alpha Centauri könnt noch eine eigenständige Galaxie werden. Irgendwann in der Zukunft. Und die Erdensonne ist dabei nicht das Exklusive. Alpha Centauri bleibt als der Name am Markt.
Die Galaxien sind demnach selbstreplikative Körper. Wie im Menschenleib manche Viren und Bakterien. Was überreichlich Nachwuchs haben die Galaxien in ihrem Innern inbegriffen. Wie Insektenschwärme könnten da Dingelchen angesehen werden, längst bessere Wurm-Löcher. Die die Milchstraße irgendwann selbst noch verlassen könnten, ausschwärmen. Selber bei sich zu schauen, was noch alles aus dem einen oder anderen von ihnen werden kann. Wer oder was schafft es, zur Exklusivität zu geraten und durchzukommen? Selbst noch von Mutti Milchstraße könnte man mancherlei an Vorrat mitbekommen. Verschiedenes mitnehmen, sobald man sich selber auf die eine Wanderschaft, Reise begibt. Die Galaxien-Strecken am Lichtphoton dahinknallend befährt.
Daß so die Verbreitung der Galaxien im weiten Weltall fast wie ein Seuchenbefall angesehen werden kann. Pest und Cholera in einem. Für Besitzanspruch und Parzellenbildung, daß die Galaxien durchaus gehen, innerhalb der Dunkelfläche. Eigentlich nichts Dunkles, sondern irgendeine Örtlichkeit, von der man durch die Hochgeschwindigkeitsreise der Galaxien bloß nichts genauer erkennen kann.
Aber - was macht man mit einer Seuche, sobald die lästig zu werden anfängt? Antwort: Man bekämpft sie. Nach Möglichkeit möchte man die eine Seuche eindämmen. Nimmt man bloß den Menschen als Beispiel, der an sich keine Freude an Krankheit hat. Ist er erkrankt, schreit er nach dem Arzt. Ist es ihm ein Anliegen, trotz Arztbesuchen noch so weit wie möglich angenehm, gut zu leben. Ohne allzu viel Schlimmes von der Bekämpfung des krankmachenden Zeugs ab- und mitzukriegen. So scheint es nun im Kosmos auch manche Realität zu sein.
Diese sich ohne Unterlaß selbstreplizierenden Galaxien-Dinger, da herrscht ein Krieg im Universum. Bekämpft wird. Daß man selbst bei einer Groß-Galaxie wie der Magellanschen Wolke meinen könnte: Was ist die nur so aggressiv? Wo jeder doch alles hat und dem Nachbarn damit aushelfen möchte, unter sich des weiteren aufzuteilen. Galaxie an Galaxie reist man hintereinander her, hilft sich auf vielerlei Weise dadurch.
Andererseits erklärt sich das mit dieser Angriffslust der Wolke, einer Galaxien-Ausbildung, denkt man an ein Kampfmittel, mit dem massiv gegen Normalo-Galaxien vorgegangen wird.
Schließlich hat die Große Magellansche Wolke alles inklusive. Gigantische Ausmaße, in die was wie die Milchstraße, eine übliche, auf sich aufpassende Spiral-Galaxie, öfters zur Gänze hineinpaßt. Und selbst das Hochgehen der Sonnenschweren von Sagittarius A, dem Milchstraßen-Schwarzen-Loch, in der Großen Magellanschen Wolke wäre das eine erträgliche Detonation für alles an Dunkel-Materie rundherum. Ein großer Knall durch Sagittarius A, der nochgerade gedämpft wird von durch die Anzugsmächte der Großen Magellanschen Wolke erschaffenen Hülle. Diese eine Umhüllung der Großen Magellanschen Wolke, die wird wohl dann nicht von allzu vielen zu weit tragenden Schockwellen durchdrungen. Und trotzdem nimmt das mit den Sonnenschweren bei Sagittarius A ein jähes Ende, ist in der Folgezeit eine miserable Galaxie weniger am Galaxien-Horizont zu zählen.
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