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Blog von TeddeMehr

Welch ein Aufstieg, der drinnen ist

9. April 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

Ein großflächiger Ausbruch nach einer Virus-Abart war beim anderen, in jener nicht so finsteren Welt, von der man als Galxien-Insasse nichts als Schwärze, Dunkelheit wahrnimmt. Ein Dunkelwelteindruck, der tatsächlich mit der rasenden Fahrt der Galaxie Milchstraße was zu schaffen hat. Dem wahnsinnigen Tempo mit dem da Sagittarius A auf der Reise unterwegs ist, mitunter Dingen, Begebenheiten auch flieht, auf der grell-glatten Galaxien-Strecke.

Sonnengebilde, die waren mal der Keim, der Ursprung von allem der Galaxien. Diese eine Feststellung bei ausgebrannten Sternen: Nach dem Ende ist noch lange nicht Schluß. Vielmehr fängt danach alles erst so richtig an. Und das ist im Grunde bei jedem dieser nuklaren Hochkomprimationskörper mit dieser und jener Anziehungskraft der Fall. Mit dem Abbrennen der Brennstäbe - eröffnet sich für jeden Einzelstern ein neuer Aggregatszustand.

Eigentlich alles noch viel besser als früher.

Bei jeder Sonne ist dasselbe die Tatsache. Jede Sonne könnte es zu allem bei den Galaxien Erkennbaren bringen. Nur, dazu braucht es auch Glück, bei der Identitätsfrage. Sich selber am Hof halten zu können, dort zu bleiben, das ist schwierig. Sich seinen Standort und seinen Namen wo zu sichern, alles bei sich zu erhalten. Nachdem auch bei den Nachbarsternen überall das gleiche los ist. Immer, wenn da ein Stern diese Art Vergängnis hat - kann aus ihm noch was viel Besseres, Gewaltigeres werden. Mit Geschick, Glück. Mit dem, das man auf Erden Verve nennt. Mit Auslese hat man vielfach zurechtzukommen. Daß sich aus dem Schwarm Vereinzeltes ...

Ungeahnte intergalaktische Aufstiegsmöglichkeiten sind das. Unglaublich, was geht. Hat es einen besonderen Moment, stehen einem im Universum die Galaxien-Streckenführungen offen. Wird man zum Teil dieses ausgedehnten Verkehrs.

Im Anfang war da eine Sonne, die Millarden an Jahren brannte, um sich im Rund alles in einem System beisammenhielt. In ruhigen, relativ geordneten Bahnen. Bis das Nuklearmaterial des Sterns in Jahrmilliarden ab-, ausbrannte. Woraus sich eine Explosion ergab. Ein kleines Tschernobyl. Nur der Sternen-Maßstab. Mancherlei Materie, die fliegt so und so weit von einer Sonne fort, die die Super-Nova-Perspektive hatte. Bis die Gravitation des Sterns alles Weggeflogene, Davongestürzte irgendwann mal wieder zu sich zurückholt. Während all die Planeten, Gesteinbröckchen, Gasplaneten und das gesamte Restliche, das zuvor das Systemische jenes Sterns ausmachte, längst den kleinen Dienstweg ging: die gravitatorische Daueranzugskraft, die holte sich dieses Zeug als allererstes ab. In den Sternenrest rein hatte das rasch abzuwandern.

Dieses eine Momentum der Ausrichtung der Wegstrecke der Anziehungskraft, der war das Wesentliche, die oberste Veränderung am Stern: Es hielt nicht mehr fest - es holte, zerrte heran. Der einen weiterwirkenden Nuklearglut mit seiner Anziehung, das, das mal Teil der Umgebung eines Sonnensystems war, das war in einem Augenblick vonnutzen Dem der einen Sonnenschwere hatte es auszuhelfen. Als wäre alles eines Planetensystems an sich nichts als das eines Vorrats, der vorgehalten wird. Sich mit was Verdichtetem aufs neue zu befeuern.

Schlußendlich hört das mit der herbeizerrenden Auswirkung eines implodierten Sterns überhaupt nicht mehr auf. Immer weiter will sich bei ihm die Einflußsphäre ausdehnen. Geradezu haltlos. Bis der stärker und stärker gewordene gravitatorische Ruf, selbst noch Nachbarsterne fordernd erreicht, begehrlich da Nachbarschaft beleckt, herzüngelt, umschmeichelt. Das Unterschiedlichste von weiter und weiter weg, das quasi angefragt wird. Diese Begehrlichkeit, daß sich was in der Ferne noch in Bewegung bringen soll, sich bei einem einzustellen. Einem hinzugesellen sollte sich was.

Mancher Ruf, der wird auch gehört. Erhört.

Wobei, das heißt, wenn dem einen besagten Stern, der hier Beispiel ist, so ein Aufruf, eine Verlockung nicht selber mitspielt. Bei der Fragestellung, ob man nicht doch selbst das ist, das sich, in dem Sinne, einem Zweiten zu ergeben hat. Unter Umständen wird von einem höchstselbst was Verlockendes vernommen. Als so ein Sternenüberrest, der man ist, daß man mithin anfängt, langsam loszumachen, sich dem Zweiten in der unmittelbareren Sternenumgebung hinzubegeben. Bei dem dort denn allem dazuzukommen. Statt ...

Bei dem Charakter kommt es also ganz drauf an: wer ist die wesentliche, maßgebliche Kraft, Macht, wer nicht. Wer ist an dem Platz das hingebungsvolle Opfer. Wer hat die Herrschaft inne. Wer gewinnt die Oberherrschaft? 

Vielleicht, weil da früherher schon mal der und der Verschmelzungsprozeß mit einem Nachbarn zustandekommen konnte. Irgendwie. Daß aus einer Sonnenschwere zwei wurden, drei, vier. Daß deswegen als Folge ... Alles mögliche, daß das mit sich bringt, hat man eine erhöhtere Gravitation. Konnte da an gravitatorischer Schwere zulegen.

Das muß man sich echt kurz mal vorstellen, was für einen Einzelstern drinnen ist, kann man sich in einer Umgebung von nichts als Normal-Sonnen drei, vier, fünf zusätzliche Sonnenschweren besorgen.

Könnt's da nicht so sein, daß man irgendwann nicht wie ein Hecht inmitten von Forellen wirkt? Alles, das man als die eine Macht relativ exklusiv für sich hätte, stünde eine Umwelt dafür, ein Sternen-Milieu. Und wie das immer nur so bei einem weitergeht: sechs, sieben, acht Sonnenschweren ... Irgendwann wird man auch noch mit einem Gegner fertig, einem Kleverle, einem Wurmloch-Nachwuchs, wie man selber einer ist. Weil da was sich unbedarft einem nähern mußte. Da wer was von einem wissen wollte und so. Ein halbstarkes Kerlchen, was schon ein klein wenig anders, schwerer bepackt, das glattweg naiv vor einem auftaucht. Als wäre Neugier, Kräftemessen immer ein Vorteil. Selber konnt man daraufhin die Sonnenschweren des Doofies dazupacken, desjenigen, dem die Flucht schlußendlich nicht mehr gelang.  An-, zugepackt wurde, überwältigt.

Nennt man dergleichen Verhalten nicht ganz anders, hat dafür eine anderweitige Umschreibung: eine Schwarze-Loch-Hochzeit. Aus zwei Namen, daß am Schluß einer wurde. Böllerschläge, die begleiten so eine Hochzeit. So weit die Schockwellen des Glücks eben tragen. Hochzeiten finden bei den Schwarzen Löcher massenweise welche statt. Schwarze Löcher sind ganz heiß auf Hochzeiten. Oder ab und zu auch nicht. Da kann man's auch ohne Verschmelzung und so miteinander. Zumindestens eine Zeitlang. Wer das hohe Tempo hält, vornedran, der hat vor Grabschereien, Abtastversuchen seine Ruhe.

 

 

 

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