Der Übergang, der geschafft werden muß
Der Erdstern Sol, allzu fern scheint bei ihm der Moment denn nicht, daß da das große Korona-Abwerfen stattfindet.
Daß das mit der Milliardenjahre währenden Brüterei des Sonnengebildes vorübergeht.
Sozusagen, daß sich, hier vor Ort, demnächst eine Super Nova ereignen könnte.
Durchaus ein Hinweis, jene dunklen Schlieren an der Sonnenkorona, daß es mit manch einer Überhitzung schlimmer wird. Der Motor, der läuft viel zu heiß. Könnt auch restlos überhitzen. Sogar für ein letztes Moment.
Eines, demnächst. Das kann morgen sein, in ein paar Millionen Jahren oder im Laufe der nächsten zwei Milliarden Jahre. Da könnt's von dem her hier was geben.
Auf alle Fälle scheint der Erdstern nicht der mehr frischeste, neueste aller Sterne. Obwohl da drum durchaus ein wenig ein Geheimnis gemacht wird, wie es tatsächlich um das Zentralgestirn des Planetenystems bestellt ist.
Bei vielen Meinungen beläßt man es. Wie das kaum größer Erwähnung findet, daß so eine Sonne an sich nichts für die Ewigkeit ist. Wiewohl Milliarden an Jahren an Brenndauer durchaus eine halbe Ewigkeit sind. Eine anhaltendes Weilchen, aber auch eins, endlich.
Manchmal wird so in der Landschaft rumgetextet, lang und breit in Zeilen vor einem ausgebreitet, das Zentralgestirn des hiesigen Planetensystems, das wäre mittelalt. Alles voll in Saft, auf der Höhe seiner Brennkraft.
Wobei, diese dunklen Schlierenstellen an der Sonnenkorona ... Die könnten für was ein Anzeichen sein. So die Andeutung eines höheren Alters.
Alles auf der Welt läßt sich interpretieren. Und wenn was nicht tags drauf unmittelbar passiert - wen kümmert eine Ansage aus dem Gestern?
Einmal der, daß man bei anderen Sonnengebilden in der Galaxie Milchstraße oder irgendwo in einer Galaxie Geschehnissen zuschaute, als Sternengucker. So einee Explosion an einem Stern. Die, daß sich ereignete. Nur, zig Lichtjahre entfernt. Die Namen, Zahlen, kaum von Bedeutung. Angesichts von unendlichen Entfernungen kann man eine wegwerfende Handbewegung machen.
Dort war eben mal eins: eine Super Nova. Doch egal. Piepeegal.
Nach dem einen Knall, der Sternenexplosion - erst mal einiges kaputt an der Sonne. So die sonnennächsten Planeten trifft es nochgerade mit am schlimmsten. Bloß, damit hat man selber nichts zu schaffen.
So an sich, ist jede Menge einer altvertrauten Systemwelt hinüber. Die Explosionswucht, nirgends von schlechten Eltern. Haufenweise der hochnuklearen Korona, die fliegt von dannen. Verteilt sich weit rundum in den Weltenraum hinaus. Selbst über Lichtjahre hinweg trägt sich was.
Ein Problem, das, das muß man sehen. Velleicht eventuell, daß eine Feuerwand, so an der Systemaußengrenze, daß die ab einem Momentchen plötzlich für was gut ist, aushilft. Die sogenannte Oort'sche Wolke. Die es sicherlich nicht zum Spaß dort draußen gibt, die da die Systemparzelle des Erdsterns auch noch mit dies und das an Hingestelltem zusätzlich begrenzt.
Um Außerirdischen die Ankunft zu erschweren? Sonst was abzuhalten? Daß was außerhalb bleiben soll?
Absichtslos ist da diese Kleinteile-Wolke, die die systemische Außengrenze bildet, nicht vorbereitend aufgestellt. Vielmehr erhöht das dort den Faktor einer Wahrscheinlichkeitsrechnung, daß was ein Würmchen nicht doch verlorengeht. Sich ins Nirgendwo verliert.
Muß man sehen, daß das Korona-Wegfliegen nicht nur einiges der Substanz des Sterns kostet. Noch ganz was anderes muß in die Rechnung miteinbezogen werden. Daß auch etwas anderes irgendwann, mit einer gewissen Zeitverzögerung, mitkriegt was für eine Geschichte Ereignis hatte. Das kriegt DAS gleichfalls dann mit, daß die eine Szene am Stern nach der Super Nova-Geschehen nicht mehr die übliche, vertraute ist.
Auch das hat das wahrzunehmen, daß Dinge in Folge der Sternenexplosion hinüber sind. Althergebracht ist nichts mehr. Die eine Anziehungskraft, die seit altersher dafür sorgte, daß all die Planeten auf ihren Bahnen blieben und so, die hat was auch weiter draußen zu bemerken.
Auch bei der Gravitation bliebt nicht das bißchen was wie es früher das Gewohnte war.
Alles allerdings mit ein wenig Verzögerung.
Die eine Kraft, die auch über zig Milliarden Jahre wirkte, sie beginnt in der Folgezeit dann damit, sich zurückzuziehen.
Die Ausrichtung jener Festhaltemacht, sie kehrt sich für die Rückzugsbewegung richtiggehend total um. Verkehrt sich. Wirkt jetzt nicht mehr weg vom Stern, sondern die umgekehrte Strecke, zum Standort hin. Weil sie sich an sich an ihren Ausgangspunkt zurückziehen will.
Das geschieht schneller - oder langsamer. Langsamer wäre hier sicherlich das eine Angesagte, für DAS, nicht?
An sich ganz natürlich. Würd nichts und niemand was im Universum merken, nichts wäre an dem lichterfüllten Gegenwärtigen eines Veilzuviel mitzukriegen, würd sich zwischendurch dort an der Gravitation, die sich an den Entstehungspunkt zurückkehren will, nicht doch noch mal was ändern.
Das zur Rückzugskraft Gewordene nähme den einen Weg, im Ausgangspunkt zu vergehen. Wie ebenso der am alten Standort übriggebliebene Nuklearschmelz ohne irgendwas Zustäzliches erkalten, verlöschen würde.
Totalauflösung. Hat nichts weiter ein Ereignis, dann zerfällt jede Radioaktivität in seine Bestandteile.
Wäre nicht zwischendurch noch mal ein bißchen was unterwegs, wäre es das, für einen am Pünktchen. Für immer. Wenn da nichts daherkäme, das bei einem aushülfe. Etwa mit neuer Nahrung, neuem Futter. Daß aus was selbst ein neuer Anfang werden kann. Eine Fortsetzungsgeschichte.
Ist allerdings mal nichts weitergegangen, hat sich grundsätzlich nichts des weiteren getan, irgendwo, merkt da wer den Schwund? Wenn viel mehr den Übergang schaffen konnte, es bringen. Manche Tote auf Erden werden auch nur von der unmittelbaren Verwandschaft vermißt. Wenn überhaupt.
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