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Blog von TeddeMehr

Welche Herkunft hätte man denn gerne?

28. August 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

So also, auch bei den Galaxien etwas einer Weise ...

Etwa diese eine ... Eine schreckliche Herkunftsfrage, die sich hier schon mal stellt, nicht? Solcherart was Gerät wie: Wer ist denn deine Mutti, dein Vati? Ist denn dein Vati dein wirklicher Vati? Oder hat er dich bloß aufgezogen, so was?

Dein Erzeuger, der ist der Kerl echt nicht, oder? Laßt ihn doch zwischendurch einen Vaterschaftstest machen ... Was steht dagegen?

Vielleicht hängt alles ganz einfach damit zusammen, daß du deinen Eltern plötzlich nicht mehr ähnlich schauen möchtest. Irgendwas in der Art. Dieser Dreh.

Und diese eine abgründige Fragestellung, die der Abstammung und so dieses Zeugs, die stellt sich glattweg auch bei Galaxien. Auf vielerlei Art angesichts der Kleinigkeiten und Begebenheiten innerhalb von Galaxien. Auch, was deren Umtriebe sind.

Weil sich da wer als Mensch auf Erden anders fühlt, nicht es so liebt, in sich das Übliche und Ordinäre zu entdecken. Auch deshalb alleine schon fühlt es sich gut an, beim Betrachten des Erdsterns Sol als eine Funktionalsonne, für sich festhalten zu können, daß man vor Ort, der Spiralarm der Galaxie Milchstraße, doch echt eine lokale Ausnahmeerscheinnung wäre. Trotzdem man sich zwischendurch an sich nicht so weit von Tau Ceti entfernt aufhält. Alles andere als außer Reichweite von Tau Ceti wäre man unter Umständen. Hätte man die Befürchtung, daß dort größer irgendwer wäre, der ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit schnell sein könnte. Oder sogar noch schneller. Bei lediglich zwölf Jahren Unterschied der Reise des Lichts, vom Erdplaneten aus, von Tau Ceti aus.

Nichtsdestotrotz, allzu viele einwandfreie systemische Bescheinersterne, die kann und konnt man in dem Spiralarm der Galaxie Milchstraße nicht entdecken. Deshalb ja das, das Befremden. Im näheren Lichtjahreradiusbereich lediglich noch drei. Ist schon klar, der Mensch, der liebt das eigentlich, sich als eine universelle Ausnahme zu gewahren. Quasi er, der Mensch, all die Dinge, die verortet er bei und für sich als was Exklusives. Geradezu einen Kampf um die eigenen Exklusivstellung, den der Mensch im Grunde schon seit längerem führt. Er alleine und seine einen Ein Gott-Exklusivgötter, allesamt allerhöchstens für die Menschenkreatur da. Weswegen man als Wissenschaftler ja auch erst den Beweis erbringen mußte, was zwischenzeitlich durchaus hübsch lange währte, daß es woanders doch auch Planeten gibt.Das einfach vorauszusetzen, das war nicht.

Das Planetendenken, es war Science fiction ... Wäre bis in die Gegenwart hinein, Science fiction, würde damit abgetan. Wäre nicht unbestimmt etwas passiert.

Demnach, selbst noch eingedenk des Weltalls ficht er das mit seinem Alleinstellungsmerkmal aus, der eine, der es nicht gerne hat, was Darwin ihm mitgeteilt hat: daß er vom Affen abstammt. Eine Affenart ist der homo sapiens.

Andererseits, bei dem vielen, über das man bereits Bescheid weiß, was man beim Systembescheinerstern Tau Ceti alles sieht - sogar zwei Supererden, wie man sie selber in der eigenen irdischen Systemwelt hat, anderweitige Planeten ... Im Grunde könnt's da jenseits vom Mond zwar mal an der eigenen Exklusvität hapern. Wäre man nicht DAS auf Erden.

Tau Ceti, tatsächlich gleichfalls so ein Üblichkeitsstern innerhalb von jede Menge oberschrecklichem, befremdlichem Resteware. Diesem Tausendsten an Sternenüberbleibseln. In solch einem Areal hält man sich auf. Beinahe wie eine Ausnahme. Schließlich, hier in dieser Milchstraßengegenwart, bildet der Brüterzustand eines Sterns als Scheinesonne eine ziemlich exklusive Erscheinung.

Daß man DAS doch denken könnte: Echt, gehört man denn hier irgendwo dazu?

Von dem her, da hat sich sicherlich schon der eine oder die andere das eine gefragt: Ist nun mein Vati mein Vati, oder ist er es nicht? Mutti könnte meine Mutti sein, eventuell. Bloß - ab und an ist auch das nicht so unzweideutig gewiß, drunten am Erdplaneten. Eizellen, wie lange können die Frauen schon eingesetzt werden?

Und erst recht gilt so was auch für eine Galaxie. Eine wie die Galaxie Milchstraße. Die Galaxie Milchstraße, die durchaus gerne mal anderen Galaxien an die Wäsche geht. Da was Nachbarschaft herfummelt, sich von dort was abholt und mitnimmt. Um es spurlos in sich verschwinden zu lassen. Wie die anderen Galaxien ganz dasselbe unternehmen, anstellen. Fast ständig befindet man sich miteinander in regem Austauch.

Man glaubt so was nur im Heute nicht, nicht? Bei so der Ruhephase, die die Galaxie Milchstraße im Sternzeitgegenwärtigen unterwegs hat. Bei den 56.000 Jahren an Lichtstrecke, die einem hier geradezu wie eine Beruhigungspille momentan wiedergegeben werden.

Alles in der Galaxie Milchstraße scheinbar erst wieder frisch auf der Beutefahrt, neuen Abenteuern entgegen.

Aus dem Grund mag man nicht zugeben, sich darüber nicht klarsein: Ist man nun ein Teil der kaputten Sternenrestumgebung? Oder ist man nicht doch von ganz woanders her?

Also: Man hat schon die Abstammung Galaxie Milchstraße? Oder - wo könnt der Erdstern sonst her sein? Von woher ist Tau Ceti? Tau Ceti, so erfrischend jugendlich. Hier drinnen, diese Spiralarmkiste, wo alles so altvordern ist.

Wohin man hier im näheren Rund starrt, ist jede Super Nova schon ein geraumes Weilchen her.

 

 

 

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