Das Wort Alternative, in die Irre zu führen
19. Oktober 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen
Während da der Doktor, der Professor allerorten bei Leuten ziemlich gefragt ist. Bei jenen, diesen Rechtsraus, ebenso doch. Insbesondere dort.
Die sind ganz heiß auf welche, die sich irgendwie ein Titelchen erworben haben - um trotzdem glattweg bei IHNEN und IHRESGLEICHEN mitzumachen. Nochgerade auch noch in der heutigen Gegenwart, Jahr '20 nach dem Millenium. Man stelle sich vor.
Heutzutage freuen SIE sich, daß die Vergangenheit von IHNEN und bei diesen Charakteren doch wieder ein geraumes Weilchen her ist. Bei was, das sich mit Worten schmückt, derweil Alternative sich heißt. Auch sich hintergründig als was Andersdenkendes mitteilt.
Stimmt am Schluß denn auch, eine Alternative ist man, und anders denken, das tut man im Grunde auch. Das Wort Alternative, da kann was ziemliche Umfänge nehmen. Wenn eine Alternative auch das ist, was an sich keiner braucht. Für sich irgendwie nötig haben müßte.
Alternative, mit diesem durchaus interessanten Wörtchen, werden im Heute Parteifahnen beflockt. Wegen dieses Mysteriums des Wortes Alternative. Nachdem eben alles mal eine Alternative ist. Um das zu wiederholen: Selbst das, über das man lieber nicht nachdenken sollte. Da was Pfade zu beschreiten. Davon das kleinste bißchen was für sich herzunehmen, zu erwählen, das ist nichtsdestotrotz beim Begriff Alternative mit dabei.
Sicher doch, zugegeben muß das werden, eine Alternative, das sind DIE durchaus, die Ausfahrten nach Rechtsaußen bei der Politikdrift draufhaben.
Nur eben, eben die eine Alternative eines Falschabbiegers. Die von einem, der was übersehen hat. Da über was auch absichtsvoll hinwegsehen will. Auch aus dem Grund werden da alternative Orte, Gemeinplätze gesucht, die man besser nicht be-, aufsuchen sollte. Schon gar nicht dann, hat man mal einen Doktor für sich erworben, es zu einer Professur gebracht. Ein Dotortitel, eine Professur etwas, das vorgibt, man hätte was im Kopf.
Selbst Latein, das zu lernen, das waren Gestalten in der Lage. Darüber wird man überdies oft beim Wertkonservativen unterrichtet: Er, sie, es - kann Latein. Hat ein Latinum. Mit einer argen Vokabelweise konnte man leichter zurechtkommen konnte, als andere. Das bringt man zum Ausdruck, sich mit viel Latein rüberbringen zu können, das macht geradezu schon den einen Intellekt von einem aus. Daß man Lateiner ist.
Latein, ehedem war Latein mal die Sprache der Römer. Römisches Reich, Cäsar und so. In Rom damals wurde ganz allgemein in der Art gesprochen. Während das heutige Italienisch nur noch nebenher was mit dem alten Latein zu schaffen hat. Eine Vereinfachung, Entzerrung ist das Gegenwartsitalienische. Das eine Latein von ehedem, das spricht man dort gar nicht mehr so, wo in Europa Rom eine regionale Hauptstadt ist. Als wäre es mal ein Anliegen gewesen, sprachentechnisch dies und das zu vereinfachen. Bei der Sprachenkomplexität abzurüsten.
Also: Trotzdem die Alternativen und Andersdenker-Weisen von manchem für nichts zu gebrauchen sind, bleibt nichtsdestoweniger das eine, ist festzuhalten, das eine Worte Alternative steht auch dafür mit im Raum. Für das, das für nichts und niemanden eine Alternative ist, sein sollte.
Demzufolge: auch wenn er keine begehbare Strecke ist, der Irrweg, die Sackgasse - all das, das irgendwem für die Irreführung gut sein soll -, als Alternative läßt sich das durchaus benennen.
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