Die von oben herab
Bereits zu Friedrich Nietzsche-Zeiten verstanden da Figuren die Welt nicht. Friedrich Nietzsche, der war doch an sich kaum besser wie SIE, ging aber trotzdem um Welt. Während SIE nicht die Beachtung fanden, die IHNEN, IHRER Meinung nach, eigentlich gebührte.
Was vom Ruhm Friedrich Nietzsches wollten sie abkriegen, ohne das mit dem Ruhm Friedrich Nietzsches so recht fassen zu können: Warum der Lump? Warum nicht sie selbst, sie mindestens auch? Sie veröffentlichten Texte, das Unterschiedlichste. Nationalbezogen, im Sinne des Kaisers monarchistisch. Was der Inhalte, die die Schund- und Schrottschreiber später, so in den Kriegszeiten des ersten Weltkreiges, ähnlich absonderten. Mit hetzerischen Worten willens, im Kaisersinne, der Moral der Truppe auszuhelfen.
Dafür war da manches Heftchen mit feindselig tristem Gesülze an Tischchen in den Schützengräben ausliegend. Sollte seine Zwecke erfüllen. Jeder durfte sie sich nehmen, im Schalen schmökern. Und nicht nur, das Schnäpschen vor dem Gefecht.
Bei der Stange blieben sie des weiteren. Bei ihrer Tour. Voll die Verlogenheit, jedem Vorurteil freien Lauf lassend, gerierten sie sich in der Weimarer Republik mit bei den Wortführern antidemokratisch.
Die Jahre der Weimarer Rublik in den Zwanzigern begleiteten sie mit ihren der Weimarer Republik feindlichen Texten. Eine Saat, die aufging. Denn: bei IHM waren sie es. Sein Großes, seit dem Krieg. An ihren Wortausbrüchen saugten sich seine Augen fest. Mittlerweile hatte ER sogar leibhaftig Umgang mit IHNEN. Konnte für so was bei sich sorgen.
Die einen, die er sich als das bewahrte, seitdem er aus dem Krieg zurückgekehrt war, damals. Mit denen MUSSTE er in Echt zusammenkommen. In ihre Kreise.
Dieser Art von Textzeilen, denen er dann, nicht mehr nur als Konsument, sondern als Verfasser selber aushelfen wollte. Aus der Kerkerhaft heraus. Sich selbst, daß ER sich also in so was übte. Was eben aus IHM ebenfalls hervorbrechen konnte. In der einen Manie.
Ene alles Spätere bei ihm vorbereitende Hetzschrift, der wurde glattweg auch zur Veröffentlichung verholfen. Gedruckt wurde da ein niedriges, widerwärtiges Blut- und Boden-Pamphlet. Geradewegs verlegt. Und mit einigem an Werbung versehen.
Derweil sich die eine Gestalt, obwohl sie mit so was kaum noch was zu schaffen hatte, ohne Unterlaß das eine Breitbärtchen, das von Charlie Chaplins Tramp, im Gesicht behielt. Ehemals, die Zwanziger Jahre, sorgte der Tramp für eine ziemliche weltumspannende Männermode. Die Tramp-Filme Charlie Chaplins, die waren Straßenfeger in den besagten Zwanziger Jahren. Der Tramp, ein haltloser Herumstreuner; meistens wo unterwegs, als für lange irgendwo an einem Ort. Einer, der trotzalledem weiter versuchte, einigermaßen sauber zu bleiben, nicht nach überallhin abzurutschen. Beispielsweise zu Mord und Totschlag, Bankraub oder so. Dem massiven Verbrechen also. Einige Reste an Manieren und so Kleinigkeiten wie Körperpflege und das, das bewahrte sich der Tramp. Der mitunter sein viel zu kurzes Gehstöckchen schwang.
Geradezu kaum je, daß er sich mehr anders zeigte, als mit DEM, dem einen Breitbärtchen. Der eine in Europa und zur Weimarer Republik. Dem einen Breitbärtchen, daß er dann allerdings einen ganz andersgearteten Charakter verlieh. Was immer sich schließlich bei ihm ereignete. So spaßbefreit alles auch bei ihm war und wurde, weil er sich als der wähnte, der bei den Deutschen einen neuen Krieg vorbereiten müßte, er blieb dabei, behielt sich jenes an den Seiten gestutzte Bärtchen in der Fratze. Über der Oberlippe.
Selbst am Gipfel seiner Macht, hatte er sich die Bartträgerart nicht abgewöhnen wollen. So viel er so seinen Beamten. vom Machtgestühl aus auch gebot. Was immer er mit dieser Miene an Schrecklichstem, Bösartigstem noch anordnen konnte, er bot weiter das eine dar: das Bärtchen des Tramps. Nachdem man ihn denn, als weitere, schlimme Folge eines Wahlabends, dann auch noch ein Ermächtigungsgesetz unterbringen ließ. Regelrecht, daß man sich als so was, was man war, nach der Jahr '33-Wahl verbeamten konnte. In die Amtstuben reingehen, dort Platz nehmen. Muß gar nicht erwähnt werden, gesetzgeberisch, daß SIE wirkten, die Nationalsozialisten. Als so was, das, was sie waren.
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