1. Teil: 13.4
Hin und wieder, daß der Willy der Willys Jo, den Revolvermann, mit einem komischen Glanz in den Augen betrachtete. Als hätte der eine Willy jüngst irgendwas im Kopf, ginge mit irgendwelchen Gedanken schwanger.
Irgendwas überlegte der Willy der Willys angesichts Jo's, des Revolvermannes. Wegen der Art und Weise, wie Jo, der Revolvermann Marga, die Barfrau, anglotzte.
Daran mußte es liegen, daß der eine Willy Jo, dem Revolvermann, vorkam, als warte er auf irgendwas. Vielleicht wartete der eine Willy darauf, das bei Jo, dem Revolveramnn, ansprechen zu können, was es an Marga, der Barfrau, denn ständig Schönes zu entdecken gab, was er zuletzt an ihr noch nicht gesehen hatte, während er Marga, die Barfrau, mit seinen Blicken überschüttete.
Allerdings, wenn was war, war das das Problem des einen Willys. Jo, dem Revolvermann, fiel es nicht ein, Dinge laut werden zu lassen. Etwas anzusprechen, was die ansehnlichen Brüste Margas, der Barfrau, anbetraf, ihre ziemlich rotfleckigen Wangen.
Jo, der Revolvermann, beschwor sich, ruhig und vor allem still zu bleiben. Das Aussehen Margas, der Barfrau, nicht zu ernst zu nehmen. Sich nichts einzubilden. Schließlich sah der eine Willy genau dasselbe.
Besser war es, abzuwarten.
Auf alles bei sich aufzupassen, das schien wirklich der beste Rat. Nicht irgendwo alleine mit dem Willy der Willys zu sein und ihm den Rücken zuzudrehen. Nachdem der eine Willy ein Stückweit anders aus der Wäsche guckte, als vor kurzem noch. Als er Jo, den Revolvermann, das eine kundgab, daß Jo, der Revolvermann, ihm das Leben gerettet hatte. Jo, der Revolvermann, jemand, dem er ewig dankbar sein würde; Jo, der Revolvermann, der das Lasso herabgeworfen hatte, fast im letzten Augenblick, ehe der Felsvorsprung unter dem Gewicht des einen Willys nachgab und wegbrach.
Nun aber war der Augenaufschlag des einen Willys ein anderer.
Ebenfalls etwas, für das Jo, der Revolvermann, dankbar sein sollte. Ebenso wie für das, daß er schon mal in einem Moment die Lederschlaufe vom Hahn seines Revolvers im Lederholster linker Hand weggehoben hatte.
Keine umständliche Fummelei war mehr notwendig. Vielmehr rasches Ziehen.
Etwas, was Jo, der Revolvermann, konnte, wie kaum ein zweiter.
Wie entblößt Jo, der Revolvermann, Marga jedesmal blickte, wenn er zu ihr hinsah.
Margas fadenscheiniger Rest einer Gewandung ließ wirklich nichts zu wünschen übrig. Margas Brusthügel, überdeutlich zu erkennen, wie voll die Kreise waren.
Alles mehr schlecht als recht von den Fransen des roten Tänzerinnenkleid bedeckt.
Selbst vom Schamhaar Margas, der Barfrau, glaubte Jo, der Revolvermann, unvermittelt ansatzweise was bei Marga, der Barfrau, in der Wahrnehmung zu haben. Marga, die breitbeinig im Sattel ihres Vollblutschimmels hockte.
Eine rasche Bewegung des Willys der Willys. Der Willy, der ausschweifend mit dem Arm in der Gegend rumfuchtelte, als wolle er Zorn zum Ausdruck bringen.
Als sich der starre Blick Jo's, des Revolvermannes, dem Willy widmete, begann dieser damit, sich im Ledersattel langwierig zu recken und zu strecken.
Abermals hatte Jo, der Revolermann, nach Marga, der Barfrau, hinschielen müssen.
Marga, der Barfrau, an der viel Aufreizendes zu entdecken war. Wovon Jo, der Revolvermann, zwar schon das meiste gesehen und auch für sich alleine zur freien Verfügung gehabt hatte. Einzig und alleine war das für Jo, den Revolvermann, ein geraumes Weilchen her. Viel zu lange her, im Grunde genommen, seitdem Jo, der Revolvermann, Marga, der Barfrau, Blumen mit einer Nachricht in die Garderobe schickte. Ein wenig später Antwort von Marga, der Barfrau, erhielt.
Das nächstemal hatte Jo, der Revolvermann, den einen Willy der Willys anzusehen. Den Willy, der in der Gegend herumgestikulierte.
Einen abfälligen Augenaufschlag hatte der eine Willy für Jo, den Revolvermann, auf Lager. Überdies hielt der Willy eine lederne Reitgerte in der Hand. Eine, die Jo, der Revolvermann, noch nie bei bei dem einen Willy gesehen hatte.
Ohne weiteres haute der Willy der Willys die lederne Gerte nach der linken Halsflanke Susans, des Wallachs.
Susan, der Wallach, wieherte, sprang nach der Seite weg, prallte gegen den Schimmel Margas, der Barfrau, erhob sich auf die Hinterläufe.
Es dauerte ein geraumes Weilchen, bis Jo, der Revolvermann, es vollbrachte, Susan, seinen Wallach, zu zügeln und zu beruhigen.
Als Jo, der Revolvermann, in der Lage war, auf ein neues herumzuschauen, sah er den Willy der Willys und Marga, die Barfrau, einträchtig nebeneinander herreiten.
Beide, Marga, die Barfrau, und der eine Willy erweckten nicht den Eindruck, als hätten sie allzu viel auf Jo, den Revolvermann, achtgegeben. Nichts davon mitgekriegt, mit welchen Mühen Jo, der Revolvermann, sich am Rücken Susans, des Wallachs, im Ledersattel gehalten hatte, Susan, der Wallach, der drohte, seinen Reiter abzuwerfen.
Ein Grinsen präsentierte der Willy der Willys Jo, dem Revolvermann, näherte sich Jo, den Revolvermann, auf seinem Schimmel in kurzem Galopp.
Das erklärte der eine Willy Jo, dem Revolvermann, ehe Jo, der Revolvermann, den Mund öffnen konnte, daß Marga, die Barfrau, die Männer kannte. Jo, der Revolvermann, wüßte darüber Bescheid, wie sehr Marga, die Barfrau, mit den Männern bekannt war. Als ein Mann, könnte er, der eine Willy, die Nöte eines anderen Mannes gleichfalls verstehen. Warum nicht? War Jo, der Revolvermann, ein Netter, wollte Jo, der Revolvermann, nett bleiben, war Marga, die Barfrau, willens, mit Jo, dem Revolvermann, und ihm, ihrem Willy. Sie beide, sie könnten gemeinsam, bei ihr. Einmal Jo, der Revolvermann, vor oder hinter Marga. Je nachdem. Wie es eben so bei Männern war, wenn der eine eher konnte als der andere. Der erste, der suchte sich sein Plätzchen aus.
Mit dem Vorschlag hatte Jo, der Revolvermann, nicht gerechnet. Er zügelte Susan, den Wallach, ließ ihn hinter Marga, der Barfrau, und dem Willy der Willy, die weiter in dem Sätteln am Rücken ihrer Pferde rumhocken, zurückfallen. Um ein Weilchen für sich selber zu sein, wenn er schon den Revolver nicht zog, den Willy der Willys aus dem Sattel zu ballern. Vielleicht das gleiche sofort bei Marga, der Barfrau, unternahm.
Den Blick hob Jo, der Revolvermann, bemerkte Marga, die Barfrau, überraschend an seiner Seite, während der eine Willy alleine vorausritt, Jo, dem Revolvermann, seine Rückansicht darbietend, sonst nichts.
Ein Batzen reinen Goldes wäre nicht zu verachten, eröffnete Marga, die Barfrau, Jo, dem Revolvermann. Zu dicken Dollarbündeln könnte der Goldanteil Jo's, des Revolvermannes, werden. Kistenweise Golddollars, die alle Jo, dem Revolvermann, gehörten. Oder Jo, der Revolvermann, er traf die Wahl, verhalf sich zu einem Guthaben auf der Bank. Daß er selbst im Osten leben würde können, ohne dort jemals Angst um seine Zukunft haben zu müssen.
Jo, der Revolvermann, blickte Marga, die Barfrau, kühl an.
Darüber müsse Jo, der Revolvermann, Bescheid wissen, was er wolle, setzte Marga, die Barfrau, fort. Jo, der Revolvermann, könnte einen Haufen Gold erwerben, es in der Zukunft sein Eigen nennen. Blieb er hier bei der Stange, würde nichts Dummes anstellen. Wenn Jo, der Revolvermann, sich allerdings zu etwas Unüberlegtem hinreißen ließ, würde es kein Gold geben; weil bloß ihr Willy wüßte, wo das Gold vergraben wäre.
Darüber müßte man sich eben im klaren sein, welche Wünsche man hätte.
Jo, der Revolvermann, blieb unbewegt, während Marga, die Barfrau, erregt, geradezu aufgebracht wirkte.
Auf alle Fälle, hätten sie erst das Gold, hätten sie den Goldschatz zu dritt ausgegraben. Danach sähe für jeden von ihnen drei die Welt anders aus. Im Dutzend billiger könnte Jo, der Revolvermann, Mädchen haben, sie zu sich einladen, alles, wie es Jo, dem Revolvermann, beliebte. Hatte er erst sein Gold.
Der eine Vorschlag, den ihr Willy, Jo, dem Revolvermann, machte, der war auch nicht zu verachten. Warum nicht? Jo, der Revolvermann, müßte lediglich sagen, was er wolle. Für sie hätte es nichts zu bedeuten, zu Jo, dem Revolvermann, unter die Decke zu kriechen. War alles zwischen ihnen so wie früher. Obwohl das Frühere ein Weilchen her war.
Jo, der Revolvermann, könnte ihr dann später ein bißchen was von seinem Goldanteil abgeben. Als Bezahlung. So viel, wie das an Gold war, würde Jo, der Revolvermann, nicht mal merken, daß er diese und jene Unze Gold weniger erhielt.
Damit schien endgültig alles gesagt, gab Marga, die Barfrau, ihrem Vollblutschimmel die Sporen. Im Galopp ritt sie zurück zu dem Willy der Willys, zügelte abrupt bei ihm. Befand sich wieder zurück an dem Ort, wo sie hergekommen war.
An die Seite des einen Willys blickte Jo, der Revolvermann, Marga, die Barfrau. Während der eine Willy sich weiter nicht mal mehr kurz nach Jo, dem Revolvermann, umblickte.