Wo einer was las ....
Heute, gestern, vorgestern - ein Wesen. Ein echtes Unwesen. Das sich nichtsdestotrotz beim Bildungsbürger einreihen möchte. Auch, weil von der Kreatur unter anderem Latein ein bißchen besser gekonnt wird, wie von anderen.
Bis in die Gegenwart gibt es so welche. Nur, daß man sie so beispielsweise im Schulbetrieb und dem Literaturunterricht dort nicht übermäßig erwähnen mag.
Wer an so welchen unbestimmt ein irgendwie geartetes Interesse hat, der muß sich schon selber mühsam umtun. An den Schulen kriegt man die Namen jedenfalls soweit nicht größer serviert. Anlernen muß man sie sich kein bißchen.
Es ist ohnehin genügend vorhanden, Exen abzuhalten. Mit dem man sich also beschäftigen kann, ohne dauernd das Unterschiedlichste noch als Lehrer für seine Schüler anfügen zu müssen.
So diejenigen, die ehedem durchaus ihre Texte verfertigt haben, die in der Gegenwart dennoch kaum ein Ansehen haben. Obwohl sie es selbst zu gedruckter Ware bringen konnten. Ob selber finanziert oder nicht, weil Verlage dieses und jenes übernahmen.
Durchaus für Dinge, daß einige mit ihrem vermittelten, rübergebrachten Geist eine Verantwortung tragen. Indem sie mit Wortabsonderungen dabei waren, mithin für eine Stimmung zu sorgen. Da einer hetzerischen Propagandamaschine aushalfen. Monarchistisch. Rechtsnational ausgerichtet.
Beispielsweise gab es mal einen gewissen Schundzeilenleser, der da Inhalte dieser Art Schreiberlinge geradezu noch unreflektiert in sich hineinsog. Als wären sie von Haus die seinen, verweilte er bei dergleichen. Einer war das denn, der in den zwanziger, dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts damit anfing, so die in Texten geäußerten Sachverhalte zur grausamsten Wirklichkeit werden zu lassen. ER, der da was in Textzeilen zum Ausdruck Gebrachtes, ohne größere Bekümmerung in die Tat umsetzte. Hinter Linien zurückzutreten, das fiel ihm nicht das bißchen ein. Quasi zog DER das EINE durch.
An sich jedes Kind kennt den bis heute, dem das Breitbärtchen des Tramps der Charlie Chaplin-Filme bis zum Schluß im Gesicht stehen blieb. Weil es etwas war, das seiner Popularität bei den Leuten mit aushalf.
Derjenige, wahnsinnigerweise einer, der dazu entschlossen war, all das der borniert ekelhaftesten Schund- und Schotterschreiber wahr werden zu lassen. Das von diesen, die ihren Vorurteilen frönten, die dem Widerlichsten an Rassismus und all dem dieser Abbildung am borniertesten Nationalhorizont freien Lauf ließen.
Jene Blut- und Bodenschreiber, die dem EINEN zunächst vorausgingen, später mit IHM waren. Anteilig seiner tristen Bewegung.
All das bei DEM tatsächlich im Angesichte einer Bevölkerung, von der gemeint wurde, sie wäre im Herzen Europas ein Kulturvolk.
Bloß, das war eine Täuschung. Da ließ sich ein Volk von einem schlußendlich was einreden, sich Dinge eindrehen und verkehren.
Zeug also, das sich einem einzelnen ehemals in geschriebenen Worten mitteilte, dem verhalf der mit dem Breitbärtchen dazu, blutigste Realpolitik zu werden. Statt es beim schnell, flüchtig Dahergetexten in Buchform zu belassen, war DAS eine dann späterhin seine Agenda. Die er in den Staat hineintrug. All das das er in den Schützengräben ehedem ähnlich gelesen hatte. Was es im allgemeinen bei Rechtsnationalisten des weiteren anzulesen gab. Der eine nahm DAS freiweg für sich an. Und, schrecklicherweise, er war im Laufe der Tage in der Lage, seine Vorhaben, die mit dem vorurteilsverhaftesten, ressentimentserfülltesten Leseschrott entsprangen, umzusetzen. Bis hin zu den Konzentrationslagern ... Geradezu schaffte der es damit zur bitterst vorstellbaren Wirklichkeitsdarstellung.
Das Banalste an Lügen am Nationalhorizont, das war dem einen was. Den fake news, mit denen im Ersten Weltkrieg umgegangen wurde, weiterhin zum Gusto von welchen, die nach dem Kriegsende an Einfluß verloren. Denen, daß der mit dem Breitbärtchen anhing, dort, daß er nach dem Krieg sein Auskommen suchte. Bei DIESEN.
All das Lügenzeug von denjenigen, die einen Krieg verloren zu geben hatten, den sie im Grunde bereits jahrelang führten, das teilte DER. Das der Figuren, die, nachdem es zu einem Frieden kam, vorgaben, daß dieser mit Gewinnaussicht fortzusetzen gewesen wäre. Dieser eine Krieg, der wäre doch noch zu gewinnen gewesen, quakten Uniformierte, Adelige auf Deutsch daher. Schlichtweg leugneten sie ihre Fehleinschätzungen, Kriegsschuld. Jemand anderes als SIE müßte die Schuld an dem verloreren Weltkrieg tragen. Man wäre ihnen, der kaiserlichen Generalität, mit all dem, das in der Heimat geschah, geradezu in den Rücken gefallen. Aus der Etappe. Worauf schließlich die berühmte Dolchstoßlegende fußt.
Nun, so was, die Durchhaltepropaganda in den Schützengräben, die konsumierte der eine. Und all das der besagten Schotter- und Schrottschreiber mit dem besonderen Nationalhintergrund, wie immer es bei ihnen nach dem Kriegsschluß denn weiterging. Denn, erst mal warem auch SIE bei den Kriegsverlierern mit dabei.
An der Front in den Gräben hatten sie ihre schalen, oftmals dünnen Büchlein ausliegen. Und nach Kriegsende behielten sie ihre schreiberische Art und Weise. Und dem einen, dem galt diese was. Der sog da die schändlichste, herablassenste, rassistischste Zeilenweise nur so in sich rein. Von solchenart Schreiberlingen, die im normalen Leben tatsächlich oftmals auch noch Lehrer waren. Vieles von dem her besser wissen hätten müssen. Als verbeamtete Leute; mancherlei Doktortitel, eine Professur war unter ihnen unterwegs. Bei jenen, denen ihr Latinum jedenfalls als was Besonderes galt. Und bis heute nochgerade was gilt.
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