Greift da ein Zweck nicht an?
Zweifelsfrei verbirgt sich dahinter eine Absicht, daß sich das James Webb-Radioteleskop an einem genau vorausberechneten Standort außerhalb der Erdatmsophären befindet.
Nach dorthin scheint das Teil tatsächlich auch ungefähr gelangt zu sein.
Muß schon gesehen werden: Für den Weitblick braucht man dieses eine Radioteleskop nicht unbedingt. DAS hat einen anderen Zweck. Als den weiten Blick hinaus.
Ist man am Ende damit erfolgreich genug. Mit seinem Zusammenkoppeln unterschiedlichster Erdbodenteleskope hat man es zu einigem an Neuem gebracht. Schließlich ist man mit diesen rechnergestützen Kopplungen in nie zuvor von einem Menschen gesehenene Weiten- und Vergangenheitsphären vorgedrungen.
Neues uraltes Lichtgeblitze überraschte die Leute am Wissenschafshof.
Nicht jedermann freute das, was war, als genauer nach dem Aufblitzenden gesehen wurde - darauf darf man sich verlassen.
Beruhigt ist das einem zu glauben, daß es den einen oder anderen gegeben hat, dem die Neuigkeit die Mundwinkel herunterzog. Die eine, daß auch nach dorthin, um so beim Urknall-Blickwinkel zu bleiben, das Inflationäre, für das der Große Knall ohne Unterlaß weiter verantwortlich zeichnen soll, vorgedrungen war. Noch dazu bei den Umfängen, die man in der fernsten Ferne und tiefster, tiefsten Vergangenheit zur Kenntnis nehmen mußte. Mit der Hilfe seines allerbesten Zooms, daß Heerscharen an Spiralarmgalaxien in den Überblick gerieten. Eine große intergalaktische Spiralarmgalaxienmode, von der man eigentlich über einen kleinen kosmischen Abgrund an Raum und Zeit getrennt ist.
Fast, daß es einem scheinen hätte können, als wäre dort die nächste Schaumblase fällig. Der Beweis für solcherart Kosmosbetrachtung erbracht. Nimmt man das gesamte Kosmische als was in Blasen Aufgeschäumtes. Das Universum, aus vielerlei Schaumbläschen von Blaufarbenem zusammengestzt. Dieses Kosmos-Blau.
Ein zweites Bläschen demnach, so nebenan der eigenen kosmischen Blasenkonsistenz. Die eine, die man einsieht und lange auch Stück für Stück kartografiert hat. Ein 3-D-Poster daraus gemacht. Auch als Tapete kann man sich den hiesigen Kosmosort im gewohnten Sternenhimmeldunkel an die Hauswände daheim kleben.
Nun denn also ein weiteres Teleskop. Ein Radioteleskop modernster Technik. Quasi, der letzte Schrei. Was, womit man durchaus manche Frage beantwortet bekommen kann. An einen exakt vorausberechneten Standort herangelangt, zu dem es mit seinen geöffneten Sonnensegeln noch knapp hinreisen sollte. Scheinbar ist dieses nach James Webb benannte Weltraumteleskop eins, das man dazu veranlassen kann, zu allen möglichen Koordinaten noch hinzuschnuren. Wo immer man es, ganz nach Lust und Laune, gerade haben möchte. Womöglich, um einer aus dem Kosmos übermittelten Nachricht in einem Augenblick hinterherzusetzen.
Nur, wenn man weiter vom Urknall ausgeht - meint man das ernst? Denkt man ernsthaft, man möcht haarscharf weiteres von seinem Großen Knall wissen, zu dem hinzu, was man weiß?
Wenn man unzweideutige Neuigkeiten unterwegs hat, was den Urknall anbetrifft, darf man die denn dann überhaupt zu lautstark äußern? Noch dazu gegenüber der Menschenwelt?
Ich meine, so schon redete der eine europäische Wissenschaftler ein wenig seltsam daher. Wollte da was einschränken, hat was eingeschränkt. Einiges gab er nebenher mit an. Erst mal machte er denen, die das Gespräch führten, unzweideutig klar, daß man lediglich dreizehn Komma fünf Milliarden Jahre weit sehen könne. An was anderes dürft man überhaupt nicht denken.
Die dreizehn Komma fünf Milliarden, die er bei seiner Worte-Wolke aufge-, unterteilt hat. In eine eins Komma fünf Milliarden-Fläche, bei der man nicht allzu viel wahrzunehmen vermag. Und dann, am Schluß, die zwölf Milliarden Jahre, die man alles einwandfrei erkennt, bei Sonne, Mond und Sternen und so. Bei denen man in der Gegenwart ankommt.
Schwer zu sagen, was der Mann da umschrieb. Einen Groß-Quasar?
Ein Quasar, der dort rumhockt, gedehnt auf einen Durchmesser von eins Komma fünf Milliarden Jahren? Geradzu dort, wo man da sein Urknall-Momentum vermutet?
Oder, was hat der eine da mit einem geteilt?
Eh, Schwarze Löcher sind Lichtschlucker, begrenzen als solche das Licht, kappen es, sind ihm ein Unterbrecher.
Demzufolge ein Giganto-Quasar, einer von einer Umfänglichkeit von eins Komma fünf Milliarden Jahren? Quasi schränkt dieser so vieles ein, ohne irgendwie was zu erkennen zu geben. Zumindestens nicht auf der handelsüblichen Sichtungs-Ebene. Wofür man jedoch jetzt sein James Webb-Radioteleskop draußen im Vakuum der Erde stehen hat, den Dingen mit ihm auf die Spur zu kommen.
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