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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 118

29. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Manuela und ich, Bern-die, an jenem wirklich herrlichen Sommernachmittag. Dem einen, um den sich hier alles dreht.

 

Bern-die und Manuela, die beiden waren aus dem Mezzolatte, in dem sie sich länger aufgehalten hatten, hinausgeschritten.

Ich, Manuelas Bern-die, wandte mich außerhalb vom Mezzolatte auf dem Gehsteig Manuela zu, die kurz stehengeblieben war. Ich: 'Müssen zur Totenkirche, Manuela. Dort, bei der Totenkirche, steht mein Auto.'

Manuela: 'Ausgezeichnet, Bern-die!'

Losmarschiert sind Manuela und ich, waren gegeneinander verstummt. Ein paar Meter weiter befand sich die Sparkassenfiliale.

Manuela: 'Wart mal schnell, Bern-die.'

Ich bleibe auch stehen, gucke Manuela an. Ich: 'Ja ...?'

Manuela: 'Muß da rein, Bern-die. In die Sparkasse.'

Ich: 'Sehr schön! Warte hier auf dich.'

Manuela: 'Bin auf der Stelle wieder da, Bern-die.'

Nickte mit dem Kopf zu Manuela hin. Hatte echt nichts dagegen, besorgte Manuela sich ein paar eigene Geldscheine.

Einem glatzköpfigen Mann mittleren Alters ist Manuela hinterher in die Sparkassenörtlichkeit.

 

Auf Manuelas Sackkleidhinteransicht starrend, hab' ich mir zu überlegen angefangen, wo Manuela denn ihr Plastikkärtchen reingeschoben hatte. Keine Handtasche, die Manuela bei sich hatte. Keinen Geldbeutel, den Manuela mit sich herumtrug. Zu sehen gekriegt hatte ich, Bern-die, ihn wenigstens bisher nicht.

Mein direkt spannender Einfall war, daß Manuela sich die Plastikkarte fürs Geldholen dazwischengeschoben haben könnte. Bis sie sie brauchte, reingeschoben zwischen die Beine. Das hatte das wohl zu bedeuten, wovon Manuela mir in ihrer Amsterdam-Geschichte im Mezzolatte andeutungsweise geredet hatte.

Deshalb hatte ich Manuela scharf ins Auge gefaßt, ganz genau zu überblicken, was Manuela Schönes in der Sparkasseninnenwelt trieb. Wollte schließlich wissen, ob möglicherweise Realität war, was ich mir dachte.

Dann fand ich es wahrscheinlicher, daß Manuela in den Unterstoff ihres schwarzsamtenen Sackminikleides irgendwo ein geheimes Täschchen genäht hatte. Eins, unauffällig Gegenstände drinnen zu plazieren. Geldscheine, Scheckkarte. Oder auch die Sonnenbrille, die Manuela noch vorm Unteren getragen hatte, seitdem an Manuela spurlos verschwunden war.

 

 

 

 

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