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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 123

30. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Manuela: 'Nein! Wart mal, Bern-die! Ich hab' mir gerade was überlegt. Ich hab' überhaupt nichts dabei, Bern-die. Kein Badezeug, nichts. Handtücher, Badematten will ich aber unbedingt haben. Ohne geht's nicht. Hättest du was dagegen, Bern-die, mich kurz nach Hause zu fahren? Daheim mach' ich schnell zu mir rauf, hol' mir, was wir brauchen, ja? Du weißt ja noch, wo ich wohne, oder? Dort fährst du uns jetzt schnell hin, ja? Ich besorg' mir oben alles, und dann bin ich - eins, zwei, drei - wieder bei dir zurück.'

Ich: 'Klar können wir das machen, Manuela. Fahren wir schnell zu dir heim ...'

 

 

*

 

Zwanzigster Juli, Tagebuch-Datei, aufgeklickt.

Weiterhin Samstag. Später am Abend. Uhrzeit: 22:03.

 

 

Kalte Schauer jagt es mir den Rücken herunter. Mich fröstelt.

Andererseits schwitze ich. Draußen hat es schließlich die schönsten abendlichen Plusgrade, in meinem Zimmer herrscht eine hübsch drückende Schwüle.

Trotzdem ist der Rolladen heruntergelassen, der Vorhang zugezogen.

 

 

Tatsache, Manuela, Manuela, SIE bedrängt mich.

In mir ist das Empfinden, Manuela wäre da.

Draußen. Unten, im Garten ...

Ich müßte nur auf die Füße springen, die Stiege hinunterlaufen, raus aus dem Haus - könnte ich Manuela sofort gegenüberstehen.

 

 

Mann, was soll das?

Das macht mich fertig!

Es bringt mich das bald um.

 

 

 

Warum kannst DU das, Manuela? Wie geht das zu?

Hättest DIR mit DEINER schrecklichen Gegenwart ruhig jemand anders aussuchen können, Manuela. Nicht mich.

Voll von Leuten ist die Welt. So voll von Leuten. Leuten, denen DU, Manuela ...

 

Aber DU - mir begegnest DU. Als wären wir uns die letzten Jahre irgendwie nah gewesen.

Mit mir treibst DU DEINE Späße, Manuela.

 

 

Nein, nein! Ist besser, ich bleibe am Drehstuhl vorm Monitor hocken.

Die Fortsetzung der Geschichte dieses Nachmittags ...

Weiß nicht, ob ich sie zu einem Ende bringen kann.

 

 

 

 

 

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