"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 141
5. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Hat Manuelas Vati sich manche Runde erspart. War Ruhe im Karton, sobald Manuela und ich auf Manuelas Zimmer gegangen waren. Hinterhergegangen ist Manuela und mir Vati nicht.
Und Manuelas Mutti?
Manuelas Mutti war eine junge Mutter gewesen. Hatte Christine, die Erstgeborene, sehr jung bekommen. Mit sechzehn.
Geliebt hat Manuelas Mutti es, Schminke aufzulegen, sich hübsch und sexy zu stylen.
Figurmäßig war Manuelas und Christines jugendliche Mutti spitzenmäßig auf der Höhe. Gern hat Manuelas und Christines Mutti Minirock getragen. Konnte sich die knappesten Röcke wirklich erlauben, mit diesen Beinen.
Hat nichts dagegen gehabt, Manuelas Mutti, daß ich ihr beim Sitzen ein-, zweimal dazwischen reingeschaut hab'. Auf das Weiße, das da geblitzt hat.
Bis Manuela mich hergeboxt hat. Manuela verlangte, daß sie und ich sofort woanders hingingen.
Muß festhalten, war Wahres dran an Frau Hermine Meiers Sicht der Dinge, war mir das zu der damaligen Zeit meines Zusammenseins mit Manuela irgendwie entgangen.
Hab' keine Ahnung von irgendwas Nuttigem bei Manuela. Eigentlich war Manuela immer für mich da.
Was zumindest Manuela angeht, kann ich das also nicht überblicken, was Frau Hermine Meier da gemeint hat.
Andererseits: Gut möglich, daß ich auch Tomaten auf den Augen hatte.
Hatte ziemlich ausschließlich Manuela im Kopf. Manuela hat mich gekümmert, ansonsten nicht viel.
Mit Manuela war ich unterwegs, nicht mit Manuelas Mutti und Manuelas Schwester Christine. Was Manuelas Schwester Christine und Manuelas Mutti getrieben haben, wenn sie so hergeschminkt und in schöner, verführerischer Aufmachung die Wohnung verlassen haben, keine Ahnung hab' ich.
Ich, ich hab' gedacht, hübsch angezogen und aufgebrezelt zu sein, das mögen die. So gehen die beiden zum Einkaufen in den Supermarkt. Setzen sich in ein Café.
Während Manuela ihre enge Jeans lieber mochte. Höchstens ab und zu kürzere Röcke anzog.
Echt, wovon Frau Hermine Meier zu mir sprach, ich wußte von nichts. Mir ist solches nicht ins Bewußtsein gedrungen.
Obwohl mich's vielleicht nicht so arg hergenommen hätte, hätte ich zur damaligen Zeit denn viel gewußt.
Weil, ich war ja selber ein bißchen durchgeknallt. Hab' Sachen gemacht.
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