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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 161

12. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ungläubig glotzte Beppi mich an. Beppi: 'Daß heute noch einer Manuela nach Hause fährt ... Glaub's nicht. He, frag' mich, Bern-de - wie hast du das denn gemacht, Manuela nach Hause zu fahren?'

Ich: 'Mit meinem Auto. So, wie man das macht. Im Auto bin ich zu Manuela heimgefahren, hab' Manuela bei sich daheim abgeliefert. Wir wollten dann anschließend weiter an den Königweiher fahren, Manuela und ich, wenn Manuela wieder runtergekommen war ...'

Los prustete Beppi vor Lachen. Überhaupt wollte Beppi sich nicht mehr einkriegen.

Dann, Beppi: 'Ah, Bern-de, du bist gut ... Meinst du das im Ernst? Du bist mit Manuela zusammen zu Manuela nach Hause gefahren ...? Du bist dir das schon sicher, daß das Manuela war ...?'

Ich: 'Klar war das Manuela. Immer noch genauso hübsch wie damals.'

Breitest das Grinsen Beppis. Beppi: 'Manuela hat auch eine Schwester. Christine heißt die. Obwohl ... Die Schwester hat kaum Ähnlichkeit mit Manuela.'

Ich: 'Manuela habe ich daheim bei sich abgeliefert. Werd' Manuela doch kennen, oder? Ja, Manuelas Schwester Christine ist lange nicht so eine Schönheit wie Manuela. Christine und Manuela schauen schon sehr verschieden aus - als hätten sie andere Väter ...'

Beppi schüttelt grinsend den Kopf. Beppi: 'Echt wahr, Bern-de-Arschgesicht?'

Ich: 'Was soll das, Beppi? Was ist denn daran so komisch, wenn ich Manuela zu sich heimfahre ...?'

 

Eine große Hand legt sich vor Beppis grinsendes Spottgesicht.

Ich schau' hoch, seh' so eine torkelige Pennertype mit dicker, großer Sonnenbrille auf der Nase. So einen grauen, zerschlissenen Trenchcoat hatte der an.

Dieser Penner, der wagte es tatsächlich, Beppi mit der Handfläche mitten ins Gesicht zu gehen. Um die Hand dann daraufhin eher widerwillig wieder von dort wegzunehmen.

Auf jede Reaktion Beppis war ich nun gefaßt. Aber, Beppi, der schaute nur einen Moment zornerfüllt hinauf zu dem Mann. Im Nu verlor sich komischerweise jede Art von aggressivem Ausdruck aus Beppis Mienenspiel. Zurück, daß Beppi sich mit dem Rücken die Lehne seines Sitzplatzes sinken ließ. Regelrecht abgeschlafft, daß Beppi urplötzlich ausschaute. Als hätte jemand bei Beppi Luft rausgelassen.

Der Trenchcoat-Penner, der sich zu Beppi herunterbeugte, mit dem Finger zeigte: 'Rutsch mal rüber, Beppi. Hast doch nichts dagegen, Mensch, wenn ich mich kurz zu dir dazusetz', oder? Oder, Beppi?'

Beppi: 'Nö!' Beppi rutschte.

Der Trenchcoat-Penner, der an der Seite Beppis dasaß, zu Beppi rüberguckte: 'Machst dich aber selten rar, Beppi, bei uns. Solltest das nicht tun. Solltest das ruhig wieder öfters machen, das, bei uns vorbeizuschauen.'

 

 

 

 

 

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