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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 163

13. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Allerdings ist für mich nichts schön. Oder angenehm. Bei mir am Platz, der ganze Rest, der zum Vergessen ist. Für mich der Lauf der letzten Stunden, in die Tonne zu kloppen.

 

Das, was ich hinnehmen muß, was mich obendrein restlos anstinkt, das will ich hier kurz mal schnell festgehalten haben, hier, in meiner Tagebuch-Datei.

Für so was ist das schließlich da ...

 

 

Dreiviertel zwölf Uhr mittags war es.

Keine Ahnung, warum. Aber ich war am Klo, und nach meinem Klobesuch im Bad am Gang unten, trotz meiner Appetitlosigkeit nahe der Küche meiner Mutti. Hat das Haustelefon geläutet. Ich hebe gedankenverloren ab. Hörte den Automechanikerwerkstatt-Häuptling am anderen Ende der Leitung sich vorstellen.

Kann's nicht beschreiben, wie sehr ich mich gefreut hab', den zu erlauschen. Auf den Anruf von dem hohen Herrn, auf den hatte ich wirklich gewartet.

Na, ob ich nachgedacht hätte, fängt der Mann mir gegenüber an. Ob ich jetzt wüßte, was mit meinem Auto sein sollte.

Habe ich hineingestottert in den Hörer, daß ich noch nichts Genaures weiß.

Sagt er, daß ich das mal bald wissen müßte. Denn ab diesem Montag würde mir die Werkstatt auf alle Fälle Standgebühr für mein Fahrzeug berechnen. Besser wäre es, wenn ich sagen könnte, was mit meinem Auto zu tun wäre. Sollte mit den Reparaturen begonnen werden?

An das Angebot, das er, der Werkstattbesitzer, bei mir hinsichtlich meines vierrädrigen Gefährts abgegeben hätte, könnte ich mich sicherlich erinnern. Fünfzig Hunderter.

 

Nun, das war wirkliche Welt ...

Tief habe ich durchgeatmet, um nicht meine ganze Wut in die Sprechmuschel hinein herauszuschreien.

Habe auch tatsächlich nichts Böses reingesprochen. Zum Beispiel etwas in der Art, daß ich mir jetzt schnell von irgendwo her ein brauchbares Schießgewehr besorge, mit dem so bald wie möglich zu ihm und den Mechanikern in die schöne Stätte für die Autoreparatur kommen würde. Dann gäb's dort ein Gemetzel, könnte sich die Welt überhaupt nicht vorstellen, daß ich so gemein ballern kann.

Nein, davon habe ich nichts von mitgeteilt. Nicht ein einziges Sterbenswörtchen.

Statt dessen spreche ich in aller Ruhe die Worte, daß ich einverstanden bin. Ganz mit allem einverstanden. Für die fünfzig Hunderter, für die könnte er mein Automobil haben.

Mein Wagen, für die versprochenen fünftausend Eier der seine.

Für lediglich fünftausend.

 

 

 

 

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