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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 178

18. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Das konnte nicht die Möglichkeit sein, daß sich auf Manuela Dombrowskis Foto irgendwelche Veränderungen vollzogen hatten, während ich draufschaute. Daß die Veränderung sogar blieb.

So was von einem Ding der Unmöglichkeit, das, was ich glaubte, wahrgenommen zu haben. Eher war es möglich, daß meine ausschweifende Phantasie mir einen Streich spielte.

Oder war es vorstellbar, daß sich auf einer Fotografie von einem Moment zum anderen Kleinigkeiten änderten?

Antwort: nein! In der Einbildung jedoch viel.

Um irgendwas anderes real in Betracht ziehen zu können, hätte das Bild mit Manuela Dombrowski drauf nicht aus Pappe, sondern ein Minibildschirm, Zubehör eines technischen Geräts, sein müssen, in der Lage, dem Betrachter Einzelbilder oder filmische Szenen zu zeigen.

Danach hatte das unter dem Klarsichtplastikdeckel allerdings in keinster Weise ausgesehen.

 

 

Bereits vor meinem Eintreffen auf dem Gnaden-Friedhof war ich angesichts von mir mitgeteilten Kleinigkeiten und wenig Schlaf überreizt. Das hieß, vor Ort, am Gnaden-Friedhof, waren mir wegen eines kleinen Hirn-Fehlers die Gäule durchgegangen.

Daraufhin veranstaltete ich am Gnaden-Friedhof die von mir oben beschriebenen Ober-, Oberpeinlichkeiten. Setzte damit allem die Krone auf.

 

 

*

 

Fünfundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.

Donnerstag. Acht Uhr am Abend. 20:02 Uhr auf der Computerleiste, um es genau zu nehmen.

 

 

Gestern hatte ich ein unüberwindliches Widerstreben, mich nach meinem Heimkommen noch hinzusetzen, irgendwas hier in der Datei zu tippen.

Erst vorhin habe ich mich aufgerafft, hab' einen Doppelklick gebracht: Tagebuch-Datei offen.

Weil da ein Schreck in mir war, einzelne Dinge, die mir passiert waren, könnten bei mir dem Vergessen anheimfallen. Beziehungsweise, Sachen könnten sich mir in meinem Kopf verändern. In dem Sinne, daß ich mir einbilde, ich hätte ganz was andres erlebt als das, was ich tatsächlich erlebt habe.

 

Dem in der Zukunft, dem will widersprochen werden. Also ist ab sofort einiges Getippe angesagt.

 

 

 

 

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