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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 197

24. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Mir hatte Manuela Dombrowski an jenem Nachmittag, als ich sie nach knapp zehn Jahren das erste Mal wiedersah, ja ein bißchen was davon mitgeteilt, wie das zwischen Hansi und ihr zuging. Daß Hansi richtig schwerhörig wurde, wenn sie, Manu, ihm von Heirat und Ehe anfing.

Verstand ich die Dinge des weiteren recht, mußte es so gewesen sein, daß Hansi Manuela Dombrowski immer seltener echte, liebevolle Aufmerksamkeit schenkte. Sogar grob konnte er zu ihr, Manu, werden.

Ganz davon abgesehen, daß Manu Hansis Gegenwart zeitweise überhaupt ganz abging. Zum Beispiel, weil Manuela im Gefängnis einsaß. Wofür eigentlich Leute verantwortlich waren, zu denen Hansi gute Kontakte hatte, so gute, daß Hansi die nicht abreißen lassen wollte. Obwohl denen blöderweise das mit Manu passiert war, wofür Manu einiges an Gefängniszeit zu verbüßen hatte.

 

 

Ein Geschehen, in das ich schließlich nur deswegen größeren Einblick hatte, weil ich es von Manuela Dombrowski selber erfahren habe. Während diesen Nachmittagsstunden, denen meines Zusammenseins mit Manuela Dombrowski ...

 

 

*

 

Sechsundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.

In ein paar Minuten zwölf Uhr mittags. Genaue Uhrzeit: 11:53 Uhr.

 

 

Aber klar, Herrn Hans-Georg Tabert, dem genügten seine Reichtümer nicht mehr.

Was sollte das mit dem ganzen angehäuften Besitz, wenn man sich mit dem nirgendwo präsentieren konnte? Wenigstens nicht bei den wirklich interessanten Leuten.

War bei Herrn Hans-Georg Tabert nicht anders als bei den Bossen der Cosa Nostra. Auch die gaben gerne teure Abendgesellschaften. Echte Adelsleute, die SIE zum Geldadel dazu einluden. Politiker, egal, welcher Färbung, Hauptsache, der oder die hatte einen Namen und sagte zu, zu erscheinen.

 

Einlaß in die bessere Gesellschaft, die bunte Welt der Reichen und Schönen, das war das Begehr. Gesellschaftliche Anerkennung.

Hans-Georg Tabert, dem wollte das nicht hinreichen, nur reich zu sein, Jedermann-Weiber zu haben. Parties für den tauben Unterschichtspöbel zu geben, daß der was zu saufen und zu fressen hatte.

Die Qualität der Bräute, mit denen er Umgang hatte, sollte wirklich prestigeträchiger, respektabler sein. Anders kann man sich die Geschichte nämlich nicht erklären. Die mit Herrn Hans-Georg Tabert und der hübschen, blonden Moderatorin des Lokalradios.

 

Gina hieß sie, die Radiomoderatorin, der man mittels mehrerer Netz-Kameras aus verschiedenen Perspektiven auch am Moderatorentisch zuschauen konnte. Dabei hin und wieder einen Blick auf Ginas lange Beine erhaschen durfte, weil Gina selten lange Hosen anhatte. Überdies war Ginas Oberbekleidung öfters nicht blickdicht, für den Betrachter einiges von Ginas Brüsten wahrnehmbar.

 

 

 

 

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